Mit Daniel Holbe über Kolumbien in die “Schlangengrube”

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Daniel Holbe in Kontakt mit seinen Lesern

Es war nicht das erste Mal, dass Bestsellerautor Daniel Holbe im “Globus” Dutenhofen  mit einer Lesung zu Gast war .Allerdings war die letzte Lesung pandemiebedingt schon ein Weilchen her, was aber nicht den geringsten Einfluss auf die Besucherzahl hatte. Hätte der Veranstalter nicht die Höchstgrenze bei 80 Bücherfreunden festgesetzt, wären sicherlich weit mehr Krimifreunde ins Restaurant gekommen.Denn der aus Ockstadt stammende und im Vogelsberg lebende Autor hat sich längst als Verfasser spannender Thriller einen Namen gemacht und hält mittlerweile in ganz Deutschland Lesungen aus seinen Werken.

Begonnen hatte alles damit, dass Andreas Franz, der  sich  als Verfasser  von spannenden Kriminalgeschichten , meist mit starken Bezügen zum Großraum Frankfurt,  längst große Popularität  erarbeitet hatte, verstarb und noch eine Menge an Material hinterließ, für das sein Verlag einen kongenialen Schriftsteller suchte. Der fand sich in Daniel Holbe, nicht nur als Autor hochbegabt, sondern auch bekennender Hesse . Holbe hatte bereits als Verfasser eines historischen Romans erste Erfolge verzeichnet und erfüllte alle Hoffnungen des Verlages. Andreas Franz und Daniel Holbe wurden zu Stammgästen in den Bestsellerlisten, und Holbe konnte darüber hinaus eine eigene Buchserie um die Ermittler Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach erfolgreich auf den literarischen Markt bringen.

Aus seiner ureigenen Krimireihe, jetzt mit dem in Kiel lebenden Ben Tomasson verfasst,trug der Autor Auszüge aus “Schlangengrube” vor. Wie immer bot der schreibende Hesse deutlich mehr als “nur” eine Lesung, bereicherte den Abend mit privaten Erlebnissen, die angesichts des eher gruseligen Titels schon einmal ein Schmunzeln oder gar Lachen auslösten. Die Handlung führte zunächst in den feuchtheißen tropischen Regenwald, wo eine Frau auf der Flucht vor ihren Häschern ist. Erfolglos. Was von ihr übrigbleibt, findet sich in einer massiven Transportkiste in tierischer Gesellschaft auf dem Rastplatz “Römerwall” bei Fernwald .Und damit beginnt die Arbeit für das Ermittlerduo Kaufmann und Angersbach. Und auch für den aus früheren Romanen bekannten Pathologen Hack in Gießen gibt es zu tun. Hauptthema sind nicht die mehr oder minder zarten Bande zwischen  den Ermittlern, sondern der lukrative Handel mit exotischen Tieren unter Umgehung von Artenschutzvorgaben.

Eine Veranstaltung mit begeistertem Applaus für Daniel Holbe und die Organisatoren vom Buchshop Irina Frey, Sandra Lippich und nicht zuletzt Sven Röder.

Text und Bild: Dr. Hans-Wolfgang Steffek M.A.