Stadtwerke Gießen senken die Strompreise

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Weil sich die Situation an der Börse entspannt, können die Stadtwerke Gießen ihre Strompreise in vielen Tarife zum 1. Mai spürbar senken.

 

 

Seit einigen Wochen geben die Preise an der Leipziger Strombörse EEX nach. Das versetzt die Stadtwerke Gießen (SWG) in die Lage, Strom für die weit überwiegende Zahl der Kundinnen und Kunden wieder deutlich günstiger anzubieten. Konkret bedeutet dies: Zum 1. Mai 2023 senken die SWG ihre Strompreise in der Grundversorgung um 12,8 Prozent. In den Tarifen PowerPack Private und Professional sowie WarmUp und Wärmepumpe sinken die Preise zwischen rund acht und etwa elf Prozent. „Rund drei Viertel aller Kundinnen und Kunden profitieren von dieser Preisreduktion“, erklärt Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG.

 

Positive Zahlen

Die mit Abstand meisten Kundinnen und Kunden haben sich derzeit für die Grundversorgung entschieden. In diesem Modell sinkt der Preis pro Kilowattstunde um 6,73 Cent auf 39,94 Cent pro Kilowattstunde. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.200 Kilowattstunden spart demnach 148,06 Euro jährlich.

Wichtig zu wissen: In allen von der Preissenkung betroffenen Tarifen liegen die SWG ab dem 1. Mai 2023 unter der 40-Cent-Marke – also auf einem Niveau, unterhalb der von der Bundesregierung beschlossenen Preisbremse. „Wir entlasten folglich nicht nur unsere Kundinnen und Kunden, sondern ersparen dem Bundeshaushalt die sonst fälligen Zuzahlungen“, ergänzt Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG. Tatsächlich müssen Kundinnen und Kunden der SWG, die ab 1. Mai von der aktuellen Preisreduktion profitieren, die staatlichen Hilfen nur für die Monate Januar bis April 2023 in Anspruch nehmen.

 

Und ein Silberstreif am Horizont

Während sich im vergangenen Jahr, in von stark steigenden Preisen und Verunsicherung geprägten Zeiten, zahlreiche Discountanbieter aus dem Markt zurückzogen und nicht selten Verträge von sich aus kündigten, haben die Stadtwerke Gießen und andere kommunale Grundversorger ihre bestehenden und neu hinzugewonnenen Kundinnen und Kunden mit ihrer langfristig orientierten Beschaffungsstrategie zuverlässig und preiswert mit Strom beliefert. Mit der bevorstehenden Strompreissenkung bestätigen die SWG das von ihren Kundinnen und Kunden in sie gesetzte Vertrauen und treten einmal mehr den Beweis an, dass sie positive Entwicklungen bei der Beschaffung schnellstmöglich an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben. Das gilt natürlich auch für alle anderen Sparten. Tatsächlich zeichnet sich bei den Kursen für Erdgas an der Leipziger EEX ebenfalls eine Entspannung ab. „Wir sind vorsichtig optimistisch und prüfen immer genau, ob wir absehbar auch Erdgas im Preis senken können“, verspricht Andreas Fuchs, Leiter Vertrieb bei den SWG.

Diese durchaus erfreuliche Entwicklung widerspricht ausdrücklich nicht der Tatsache, dass die SWG zum 1. April 2023 ihre Fernwärmepreise nochmals anheben müssen. Hier bieten die aktuell gültigen Indizes, die der Preisbildung zugrunde liegen, keine andere Option. Denn sie bilden das Niveau der vergangenen Monate ab, die noch von hohen Energiepreisen an der Börse dominiert waren und sich folglich in den Beschaffungskosten der SWG widerspiegelten. Aber natürlich kommt es auch bei der Fernwärme wieder zu einer Senkung der Preise, wenn sich die Entwicklung an der Energiebörse stabilisiert und folglich in den kommenden Monaten günstigere Werte in die Indizes einfließen. „So wie es sich derzeit darstellt, gehen wir davon aus, dass die Fernwärmepreise zum 1. Oktober 2023 – also pünktlich zur nächsten Heizperiode – sinken könnten“, prognostiziert Andreas Fuchs.