Lahnauer Grüne setzen mit Themenabend Schwerpunkt im Wahlkampf

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Christian Walendsius spricht bei Lahnauer Grünen

Mit der Veranstaltung “Energie und Klimaschutz: auch für Lahnau” meldeten die Lahnauer Grünen sich Anfang Februar zurück und analysierten den Ist – Zustand von
Lahnaus Energieverbrauch. Nach einer Begrüßung durch Sprecherin Mirjam Fiedler startete der ehemalige Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber mit einer Übersicht an Beratungsmöglichkeiten durch den Kreis.

Zahlreiche Interessenten am Thema Energiewende und Klimaschutz

Unter anderem in den Bereichen Modernisierung, Neubau, Heizen Wärme und Fördermittel berät der Energie- und Klimaschutzmanager Ingo Dorsten. Auch Unternehmen können sich hier beraten lassen. Doch wie sieht eigentlich der aktuelle Energieverbrauch im Lahn Dill Kreis aus? 3 Millionen Tonnen CO2 werden hier jährlich für die Energieversorgung ausgestoßen, was sich umrechnen lässt in 750 bis 800 Millionen Euro. Grund genug sich über eine dezentrale und mit Beteiligung der Kommunen gestaltete Energieversorgung Gedanken zu machen. Hier stellte Peter Kupetz, Mitglied im Energie- und Klimaschutzbeirat in Lahnau, die aktuell in Planung befindlichen Windräder für den Eisenkopf vor. Zwei der Windräder sind auf dem Gebiet der Gemeinde geplant, ein drittes wird auf dem Gelände von Hessen Forst stehen. Damit kann der derzeitige Stromverbrauch von Lahnau fast vollständig abgedeckt werden. Da zukünftig mit einer Umstellung auf Wärmepumpen und elektrische Antriebe zu rechnen ist, wird dieser Bedarf wachsen, bei gleichzeitiger Reduzierung fossiler Energiequellen.

Eine weitere Säule der Energiewende wird durch die Gemeinde Lahnau bereits unterstützt:
Balkon und Dachsolaranlagen werden mit Prämien gefördert. Hierbei ist aber unbedingt auf die Antragsfrist zu achten, diese liegt nämlich vor Abschluss des Kaufvertrags.

Bürgermeisterkandidat Christian Walendsius der dritte Redner des Abends stellte diesen Punkt vor und präsentierte darüber hinaus eigene weitere Ideen, wie z.B. eine Nahwärmeversorgung für Lahnau, da einige Häuser im Altbestand für Wärmepumpen nicht geeignet sind. Auch die Rückgewinnung der Wärme des Abwassers ist ein weiterer Vorschlag.
Nach einer regen Diskussionsrunde bedankte sich Christian Walendsius bei den Referenten und bei den Grünen für deren Unterstützung und versicherte, dass er sich, wenn er zum Bürgermeister gewählt wird, für die Energiewende einsetzen wird.