MWB in Rödgen, Untersuchung der Abwasserleitungen und die Folgen

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Rohrschaden vor Rep.

Ausgeliefert! Einerseits erachte ich es als absolut legitim, dass Hausbesitzer*innen ihre Abwasserleitungen in Ordnung halten müssen. Dass

MWB dies als zuständige Stelle überprüft und die Menschen auffordert hier tätig zu werden, ist auch klar. Doch ab hier hört es mit dem Verständnis schon auf.

Als Bürger, und besonders als Häusle Besitzer fühlt man sich der staatlichen Willkür ausgeliefert. Die Geringverdiener und die Mittelschicht sind alle von den Kostensteigerungen gebeutelt. Genau zu dieser Zeit kommt MWB nun und verweist auf §§, dass wir jetzt und in dieser Zeit unsere Abwasserohre zu reparieren haben. Genau zu jener Zeit in der die Kassen der Leute nicht selten leer sind. Und genau hier wird nun geknausert, ob dies in einem halben oder einem ganzen Jahr repariert werden muss. Hierbei geht es nicht selten um Schäden, die schon sehr alt sind. Hier ist es doch prinzipiell erst einmal nicht wichtig, ob es 6 oder 8 Monate länger dauert. MWB und dem Gesetzgeber ist es dabei völlig egal, ob Haushalte dadurch in finanzielle Schieflage geraten. Obendrauf müssen nun viele Rödgener*innen ihre Rohre sanieren lassen. Dass Handwerksbetriebe ein Personalproblem haben und die Preise durch die massive Anfrage deutlich steigen werden, ist MWB und der Politik auch völlig egal.

Ach ja, ausgeliefert: Die Häusle Besitzer mussten jetzt gerade erst ihre neue Grundsteuer neu beackern. Abgesehen davon, dass dieses Verfahren eine ZUMUTUNG ist, wird es für die meisten sicherlich teurer. Diese Chance lassen sich doch die Gemeinden doch nicht entgehen, mit einem für die Gemeinden gewinnsteigernden Hebesatz für eine höhere Grundsteuer zu sorgen.

Haben Sie einmal einen Kostenbescheid von öffentlicher Hand bekommen und dagegen Einspruch eingelegt? Das ist nicht zahlungsaufschiebend! Das heißt, egal wie falsch ein Bescheid ist, zahlen müssen wir erst einmal.
Die Energiepreise ist derart gestiegen, dass alleine dies schon die Kassen der Hauseigentümer*innen geschmälert hat.
In meinem konkreten Fall, bin ich so schlecht besoldet, dass vom hessischen Verwaltungsgericht festgestellt wurde, dass dies ein Verstoß gegen meine verfassungsrechtlich verbrieften Rechte ist. Hier erzeugt das Land Hessen, die CDU/Grüne Regierung, eine Schieflage, die es nicht bereit ist, zeitnah und angemessen zu korrigieren. So nebenbei habe insgesamt 5 Jahre Ausbildung gehabt, bevor ich meinen jetzigen Beruf ausüben durfte. Trotzdem bin ich 5 Besoldungsstufen unter den meisten Lehrer*innen, die nur 3 Jahre studiert haben und A13 bekommen. Also gehöre auch ich nicht zu jenen, die großzügig in die Schatztruhe greifen können.

Immer noch ausgeliefert: Der Virtuelle Warenkorb, mit dem gemessen wird wie hoch die Inflation ist, bildet die aktuelle Lebenswirklichkeit der meisten Bürger*innen nicht mehr ab. Dieser ergab irgendwas um 10%, für das letzte Jahr. Wer jedoch Lebensmittel einkauft wird schnell merken, dass 10% ein Wunschtraum der Bundesregierung ist. Wer tankt, heizt oder duscht, merkt dies genauso. Ich habe die größten Kostenpunkte die Ernährung, Energie, Werkstattkosten fürs Auto, Versicherungen mal überschlagen. Im gesamten monatlichen Schnitt bin ich bei knapp über 20% Kostensteigerung. Wie schön, dass ich im August die 2022 verhandelte Gehaltssteigerung von 1,89% bekomme, TOLL! So könnte man lange weitermachen. Aber es sollte klargeworden sein, was ich aussagen will.

Als normaler Bürger, erstrecht als Eigentümer eines Häuschens oder als einfacher Staatsdiener, hat man derzeit kaum eine Chance auf einen grünen Zweig zu kommen. Und MWB spielt dieses fiese Spiel mit, schließlich sind die §§ auf ihrer Seite. Etwas Anderes zählt nicht mehr, der Bürger und Häusle Besitzer sind politisch gesehen Freiwild.