5.000 Euro für die Tafel Gießen

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Ulli Boos, Unternehmenssprecher der SWG, übergab die Spende über 5.000 Euro an Anna Conrad, Leiterin der Tafeln in Stadt und Landkreis Gießen (Mitte), und Sigrid Unglaub, Leiterin des Diakonischen Werks Gießen (rechts).

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Tafel Gießen verteilen gerettete Lebensmittel an Menschen, die diese dringend benötigen. Dieses soziale Engagement unterstützen die Stadtwerke Gießen jetzt mit einer Spende von 5.000 Euro.

 

 

Verteilen statt vernichten. Dafür setzen sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Tafel Gießen Tag für Tag ein. Konkret bedeutet das: noch gut erhaltene Lebensmittel, die nicht mehr zum Verkauf stehen oder weggeworfen werden sollen, einsammeln und Bedürftigen zur Verfügung stellen. „So helfen wir nicht nur Menschen, sondern tragen gleichzeitig dazu bei, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland zu reduzieren“, erklärt Anna Conrad, Leiterin der Tafeln in Stadt und Landkreis Gießen. Zum Vergleich: Allein in Deutschland wandern jährlich rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel ungenutzt in die Tonne.

 

Herausfordernde Zeiten

Die Arbeit der Tafeln ist also gleich auf mehreren Ebenen wertvoll – und in der aktuellen Situation wichtiger denn je. Denn aufgrund weltweiter Konflikte und Katastrophen, insbesondere dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, flossen im vergangenen Jahr insgesamt weniger Spendengelder als benötigt an soziale Institutionen in Deutschland. Das betrifft auch die Tafeln.

Gleichzeitig sind hierzulande durch weiter steigende Kosten in vielen Lebensbereichen immer mehr Menschen auf soziale Hilfen angewiesen. „Gerade in Krisenzeiten, wie wir sie aktuell erleben, möchten wir soziale Projekte in der Region unterstützen“, betont Ulli Boos, Unternehmenssprecher der Stadtwerke Gießen (SWG). Deshalb verzichteten die SWG 2022 wieder auf die üblichen Weihnachtsgeschenke und spendeten stattdessen 5.000 Euro an die Tafel Gießen.

 

Gemeinnützige Arbeit unterstützen

Täglich versorgen mehr als 300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer rund 180 Haushalte in der Region mit Nahrungsmitteln. „Diese sammeln wir vorher bei lokalen Lebensmittelbetrieben ein“, erklärt Anna Conrad. Im „Tafelladen“ in der Gießener Weststadt wird die Ware anschließend gelagert, sortiert, in Kisten gepackt und schließlich gegen einen geringen Kostenbeitrag an Bedürftige verteilt.

Am Ende profitieren alle Beteiligten von dem Engagement der Tafel: Lebensmittelhändler und -hersteller übernehmen soziale Verantwortung und sparen Kosten bei der Entsorgung. Menschen in finanzieller Notlage erhalten qualitativ hochwertige Nahrungsmittel. Und ganz nebenbei reduziert sich der anfallende Müll zugunsten der Umwelt.

 

Arbeit nur mit Spenden möglich

Träger der Tafel ist das Diakonische Werk Gießen. Dort liegt die zentrale Verwaltung der sozialen Organisation. Alles Weitere leisten Helferinnen und Helfer in unzähligen Arbeitsstunden vor Ort. Wie viele andere soziale Hilfsorganisationen ist auch die Tafel Gießen auf Spenden angewiesen. „Unsere Kosten für Miete, Fahrzeuge, Benzin und anderes begleichen wir hauptsächlich aus Geldern, die uns Privatpersonen oder Unternehmen zur Verfügung stellen“, erklärt Sigrid Unglaub, Leiterin des Diakonischen Werkes in Gießen. Anna Conrad ergänzt: „Ohne die zahlreichen Spenden könnte unsere tägliche Arbeit nicht stattfinden. Wir sind für jede Hilfe dankbar.“

 

Aktiv mithelfen

Das Team der Tafel Gießen freut sich immer über Unterstützung – sowohl finanziell als auch tatkräftig vor Ort. Wer also helfen möchte, kann entweder Geld an die Tafel spenden oder sich als ehrenamtliche Mitarbeiterin oder ehrenamtlicher Mitarbeiter engagieren. Weitere Infos unter: www.tafel-giessen.de