Konzessionsvertrag erfolgreich verlängert

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Reiskirchens Bürgermeister Dietmar Kromm, Jens Schmidt, Kaufmännischer Vorstand der SWG, sowie Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG (von links), bei der Vertragsunterzeichnung im Reiskirchener Rathaus.

Es ist eine weitreichende Entscheidung: Die Stadtwerke Gießen bleiben für weitere 20 Jahre Partner der Gemeinde Reiskirchen bei der Gasversorgung.

Am 12. Dezember 2022 haben die Gemeinde Reiskirchen und die Stadtwerke Gießen (SWG) einen Konzessionsvertrag über die Fortführung der Gasversorgung geschlossen. Damit setzen die Partner ihre erfolgreiche Zusammenarbeit für weitere 20 Jahre fort. Reiskirchens Bürgermeister Dietmar Kromm, Jens Schmidt, Kaufmännischer Vorstand der SWG, sowie Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG, besiegelten die andauernde Partnerschaft mit ihren Unterschriften. „Wir freuen uns darüber, dass wir nach längeren Verhandlungen mit unserem neuen Angebot überzeugen und gegenüber unseren Mitbewerbern punkten konnten“, erklärte Matthias Funk anlässlich der Vertragsunterzeichnung im Rathaus Reiskirchen.

Langwieriges Verfahren
Um Gasnetze betreiben zu dürfen, brauchen Energieversorger die Zustimmung der Kommune in Form eines Konzessionsvertrags. Nach der Ausschreibung im Dezember 2016 erhielten die SWG zunächst den Zuschlag. Gegen die Entscheidung der Gemeinde Reiskirchen reichte ein Mitbewerber jedoch Klage ein, die Gemeindeentscheidung wurde im Verfahrensverlauf gekippt. Aufgrund dieser Verzögerung konnte die SWG erst im Juni 2021 ihr zweites Angebot vorlegen, das erneut überzeugte und mit deutlichem Vorsprung angenommen wurde. Dazu Bürgermeister Dietmar Kromm: „Die Stadtwerke Gießen haben sich schon in der Vergangenheit als zuverlässiger Partner der Gemeinde Reiskirchen erwiesen. Nicht nur ist ihr Angebot die beste Option, auch die örtliche Nähe ist ein ganz klarer Vorteil für beide Seiten – etwa im Hinblick auf die Reaktionszeiten bei Störungen oder auf den Kundenservice.“

Lange Vertragslaufzeit senkt Kosten
Die Vertragslaufzeit von 20 Jahren, die in unserer schnelllebigen Zeit und angesichts der Energiekrise hoffnungslos veraltet scheint, macht durchaus Sinn. Denn niedrige Kosten setzen einen effizienten Betrieb voraus. Und der ist nur möglich, wenn man mittel- und langfristig planen kann. Jens Schmidt bestätigt: „Unsere Aufgabe ist eine sichere und zuverlässige Versorgung, daher investieren wir hohe Summen in Ausbau und Instandhaltung der Netze. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, brauchen wir Beständigkeit und Sicherheit.“

Gas bleibt Brückentechnologie
Trotz aller Anstrengungen zur Wärmewende und Anforderungen der aktuellen Zeit: Erdgas wird noch über einen langen Zeitraum eine wichtige Säule der Energieversorgung bleiben. Matthias Funk erläutert: „Es wird sich weisen, welche Optionen für eine weitere Verwendung der Netze in Zukunft tatsächlich infrage kommen – ob das zum Beispiel Biogas oder sogar Wasserstoff sein wird, lässt sich jedoch zum heutigen Zeitpunkt nicht seriös voraussagen.“