Kreisfeuerwehrverband Gießen warnt vor Gefahr durch Heizexperimente

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Hund vor brennenden Ofen. Foto: Maurizio Gambarini, für die Initiative zur Prävention von Kohlenmonxod-Vergiftungen

Der Kreisfeuerwehrverband Gießen e.V. warnt vor Heizexperimenten, denn die Gefahr für Brände und Kohlenmonoxid-Vergiftungen ist hoch. Es wird früher dunkel und die Temperaturen ziehen so langsam an. Aber viele Bürger überlegen, ob sie die Heizung und das Licht aufgrund der steigenden Energiepreise überhaupt einschalten sollen.

Im Internet kursieren die verrücktesten Ideen, wie man angeblich heizen kann: Teelichtöfen und Holzkohlegrills sind nur zwei der brandgefährlichen Tipps aus dem Internet

, warnt Lothar Theis (stellv. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen e.V.). Aber nicht nur die gefährlichen Heizanleitungen aus dem Internet können zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen und Wohnungsbränden führen, wie Niklas Krieger (Vertreter der Werkfeuerwehren im Kreisfeuerwehrverband Gießen) erklärt:

Viele Menschen wollen Heizkosten sparen, deshalb werden sie in diesem Winter vermehrt mit Kaminen und Öfen heizen. Besonders gefährlich wird es, wenn Feuerstätten selbst aktiviert werden. Aber auch wenn Stromaggregate in Innenräumen zum Einsatz kommen, besteht Lebensgefahr durch das freiwerdende Kohlenmonoxid.“

Nur CO-Melder warnen vor der tödlichen Gefahr
Das tückische am Kohlenmonoxid (CO): Der Mensch selbst kann es weder riechen, sehen noch schmecken. Nur technische Sensoren können das lebensgefährliche Kohlenmonoxid in der Raumluft zuverlässig detektieren. Deshalb empfiehlt der Kreisfeuerwehrverband Gießen den Einsatz von Kohlenmonoxid-Warnmeldern in jedem Haushalt. Sie überwachen permanent die Umgebungsluft in Wohnräumen und schlagen bei gesundheitsgefährdenden CO-Konzentrationen sofort Alarm.

CO dringt durch Decken und Wände
Besonders gefährlich: Giftiges Kohlenmonoxid kann nachweislich durch Wände, Fußböden sowie Decken dringen und dadurch in Mehrfamilienhäusern Bewohner sämtlicher Etagen und angrenzender Häuser in Lebensgefahr bringen. Selbst Lüften hilft nicht, um die Gefahr zu bannen. Wände und Möbel nehmen das Atemgift auf und geben es nach dem Lüften wieder an die Umgebung ab. Einen wirksamen Schutz vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen bieten nur CO-Warnmelder in den eigenen vier Wänden.

Eine Kohlenmonoxid-Vergiftung richtig erkennen
Die Vergiftungssymptome können schleichend eintreten und ähneln anfangs denen einer normalen Erkältung: Starke Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Schüttelfrost, Verwirrtheit und Sehstörungen können auf eine CO-Vergiftung hinweisen. Wenn der Verdacht auf eine erhöhte CO-Konzentration in der Wohnung besteht, sollte sie umgehend verlassen werden und die Feuerwehr mit der Notrufnummer 112 verständigt werden.