Herbstwandertage in der Rhön

1559

Die letzten Tage des in diesem Jahr ungewöhnlich warmen Oktobers besuchte ich meine Patchwork-Familien-Depandance in Gersfeld in der Rhön und nutzte dies ausgiebig zu Wanderungen und Spaziergängen.

Zunächst war ein abendlicher Spaziergang über die Wasserkuppe, mit 950 m der höchste Berg der Rhön und Hessens, angesagt.

Blick von der Wasserkuppe nach Süden
Blick nach Norden

Am nächsten Tag ging es vom Fuldaer Haus an der Maulkuppe zur Milseburg (835 m). Entgegen ihrem Namen ist sie keine Burg, sondern ein fast alpiner Felsgipfel, gekrönt von einer Wallfahrtstätte mit der Gangolfskapelle und einer Kreuzigungsgruppe. Zu Füßen des felsigen Gipfelaufbaus befand sich eine prähistorische Siedung, um 1.000 v.Chr., deren Wallanlagen heute noch sichtbar sind und die in jüngerer Zeit durch Grabungen erforscht wurde.

die Maulkuppe  
Blick von der Maulkuppe zur Milseburg
prähistorischer Schutzwall an der Milseburg
Am Bubenbader Stein auf dem Weg zur Milseburg
dito
Anstieg zur Milseburg
Blick von der Milseburg zur Wasserkuppe
Auf dem Gipfel der Milseburg: die Kreuzigungsgruppe. Drum rum ist immer was los.
Unterhalb des Gipfels: Und keiner hört mir zu!
beim Abstieg von der Milseburg
zum Dank, dass alles gut gegangen ist!
wieder zurück in Richtung Fuldaer Haus
Blick in die im Norden gelegene Kuppenrhön
wieder am Ausgangspunkt der Wanderung: Fuldaer Haus

Wieder einen Tag später ging es vom Parkplatz Schornhecke am Rande des Ulstertales bei Wüstensachsen-Ehrenberg den gemächlichen weichen Wiesenweg hinauf zum Heidelstein. Dort kommt man zunächst an der Gedenkstätte des Rhönklubs für gefallene und  verdiente Aktivisten desselben an. Den Abstecher zum 218 m hohen Sendemast Heidelstein der Telekom (Richtfunk, TV und UKW-Hörfunk) auf Höhe 926 m ersparen wir uns. Ab hier befinden wir uns im bayerischen Teil der Rhön. Immer den Blick auf die “Lange Rhön” im Norden wandern wir kaum merkbar abwärts zum Basaltsee bei Oberelsbach. Dort wurden bis in die 50-er-Jahre des letzten Jahrhunderts bis zu 12 m lange Basaltsäulen abgebaut, die hauptsächlich bei Deichbauten in den Niederlanden und auch noch nach der Sturmflut 1962 in Norddeutschland Verwendung fanden.

am Heidelstein
am Heidelstein. Blick zur Langen Rhön.
Das Ehrenmal des Rhön-Clubs
Der Sender Heidelstein der Telekom
die Hochrhön
Vogelbeerbaum
Blick Richtung Grabfeld
Silbertanne – lange steht sie nicht mehr
der Basaltsee

Einen weiteren Tag später begaben wir uns zur Großen Nalle, zwischen Gersfeld und dem Truppenübungsplatz Wildflecken. Auch dort gibt es als Überbleibsel eines Basaltwerks einen Basaltsee.

an der Grossen Nalle
a.a.O.
a.a.O.
a.a.O. der Basaltsee

Und zum Abschluss noch ein paar Eindrücke von Gersfeld:

Die Fulda, von der Wasserkuppe kommend, fließt durch Gersfeld. Klein-Venedig.
Blick vom Marktplatz zur Stadtpfarrkirche von Gersfeld.
das Schloß derer von Waldthausen, heute eine REHA-Klinik
Kurt Wirth
Ex-Gießener, Weltbürger, Bürgerreporter seit 2012, interessiert an Natur, Wandern, (Inlands-)Reisen, aber auch an Geschichte, Zeitgeschichte, Politik.