Making-of/ Das Kinderbuch- Tierische Weihnachtsgeschichten

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Der Probedruck ist bestellt und ich warte erneut. Mir ist bewusst, dass das Buch erst gedruckt und versendet werden muss, aber muss das so lange dauern? Wie angekündigt braucht das Buch zwei bis drei Wochen, bis es bei mir sein wird. Das wird auch die Lieferzeit sein, die benötigt wird, wenn ihr es bestellen wollt. ,,Tierische Weihnachtsgeschichten,, wird wie bereits ,,Entdecke die Lahnaue,, nicht in Masse vorproduziert werden. Erst nach Bestellung wird gedruckt. So bleibt der ökologische Fußabdruck möglichst gering. Der Preis ist dadurch jedoch etwas höher als beim Massenprodukt. Die Ungeduld plagt mich. Immer wieder kontrolliere ich in den E-Mails den Status der Sendung. Das Buch befindet sich im Druck, danach befindet es sich im Versand. Dieses Warten ist einfach, uhhh. Könnt ihr euch noch daran erinnern, als Weihnachten einfach nicht kommen wollte? Ihr wusstet genau, es wird bald so weit sein, aber ihr konntet es einfach nicht erwarten. Genau so fühlt es sich an, wenn ihr auf den Probedruck wartet. Damals war es das Glöckchen, das euch freudig zur Tür laufen ließ, und jetzt ist es die Türklingel, in der Hoffnung, dass dieses Paket endlich kommt.

Es ist so weit, der Postmann klingelt. Ich halte mein druckfrisches Buch in der Hand. Langsam öffne ich das Buch und lasse die Seiten durch die Finger gleiten. Natürlich wird das Buch nochmal kontrolliert. Tierische Weihnachtsgeschichten kann jetzt in die Kinderzimmer einziehen. Ich gehe auf mein Portal und drücke auf den Knopf, auf dem Veröffentlichen steht. So, es ist vollbracht. Jetzt könnt ihr das Buch mit den beiden Geschichten von Martha und der Weihnachtsgans und Cinnamon`s erstes Weihnachten  direkt bei Bookmundo für 15,99 kaufen. Die ISBN Nummer lautet 9789403675312 . Aus Kostengründen wird das Buch nicht im Buchhandel erscheinen. Hier müsste man 19,99 verlangen, um überhaupt gelistet zu werden.

Leseproben

Martha und die Weihnachtsgans
Bereits am frühen Morgen weckt Martha ganz aufgeregt ihren großen Bruder Erik. Danach stürmt sie wie ein Blitz in das Schlafzimmer ihrer Eltern. Sie rüttelt an ihrem verschlafenen Vater: „Papa, es ist Markttag, wach werden!“ Schließlich will sie diesen ganz besonderen
Tag nicht verpassen. Martha flitzt so schnell sie nur kann ins Bad, um sich die Zähne zu putzen. Die Mutter hatte ihr bereits ein besonders schönes Kleid bereitgelegt. Martha zieht sich rasch an und rennt mit der Haarbürste in der Hand zu ihrer Mutter. „Mama, ich hätte gerne einen geflochtenen Zopf. Einen mit der roten Schleife drin, wie die Pferde sie in ihren Schweif geflochten bekommen.“ Das kleine Mädchen erinnert sich noch gut an ihren letzten Marktbesuch. Für die große Tierausstellung haben die Tierzüchter ihre Tiere fein herausgeputzt. Martha liebt Tiere über alles und freut sich riesig auf die vielen Nutz- und Haustiere. Schließlich gibt es nur einmal im Jahr die Gelegenheit, die verschiedensten Pferde und Rinder zu sehen und zu streicheln. Dazu kommen noch Schafe, Ziegen und
Schweine. In einer besonderen Ecke sind immer die kleineren Tiere zu sehen. Hühner, Gänse und Kaninchen werden in großen Käfigen gezeigt. Martha will unbedingt früh am Markt sein, um bloß nichts zu verpassen. Ach ja, den Rummel gibt es ja auch noch. Hier duftet es nach
Popcorn und Waffeln, nach Schokolade und vielen anderen süßen Köstlichkeiten. Bestimmt kauft Papa da was für sie, da ist sich Martha sicher. „Nach dem Frühstück geht es los“, verspricht die Mutter und streichelt dem Mädchen über die langen blonden Haare.
Martha hüpft vor Freude und beeilt sich, nur Erik trödelt. „Erik, beeil dich!“, ruft Martha ihrem Bruder zu. Der schaut die aufgeregte Martha nur kopfschüttelnd an, lächelt und gibt ihr einen Kuss auf die Stirn. „Du kommst schon früh genug zu den Viechern“, brummt er und nimmt die Leine von der Wand. „Ich geh mit Rex Gassi“,ruft er seiner Familie zu und trottet zum noch schlafenden Hund. Rex ist schon sehr alt. Der große Schäferhund liegt gerne im Schatten der Obstbäume und schläft. Lange Spaziergänge braucht er nicht mehr, aber
Kuscheln mit Erik und Martha findet Rex richtig gut.

Was wird Martha alles erleben?

Neben den kleinen Aufgaben gibt es noch Platz zum Malen.

Cinnamon‘s erstes Weihnachten
Dies ist die Geschichte einer kleinen Katze. Sie lebt mit vielen anderen Katzen zusammen in einem Katzenhaus,so nennen es die Menschen, die sich um sie kümmern.Manchmal geht die Tür auf und es kommen fremde Menschen zu Besuch. Die spielen erst mit einem Freund und schwups, verschwindet er auf nimmer Wiedersehen mit ihnen. Das ist der kleinen Katze sehr unheimlich. Sie hat sich fest vorgenommen, sich immer gut zu verstecken, wenn die Tür aufgeht. Eines Tages geht die Tür wieder auf. Ein kleiner Junge kommt mit seinen Eltern zu Besuch. Erst versteckt sich die kleine Katze wie gewohnt. Der Junge hat die ängstliche Katze aber gesehen. Er schaut zu ihr rüber. Ohne etwas zu sagen, setzt er sich auf den Boden. Viele Katzen kommen zu ihm, doch er spielt nicht richtig mit ihnen. Er hat nur Augen für die kleine Katze, die sich verstecken will. In seiner Hand hat der kleine Junge etwas Leckeres
versteckt. Das kann die kleine Katze gut riechen. Er streckt die Hand in ihre Richtung, öffnet sie aber nicht. Die kleine Katze steckt ihren Kopf so weit sie nur kann in Richtung Hand. Aber die Hand ist noch so weit weg. Die kleine Katze weiß, dass Menschen zwei Hände haben. Sie
hat Angst, wenn sie zu nah an die eine Hand geht, dass die andere Hand sie anfassen wird. Anfassen lassen will sie sich aber nicht. Sie hat zu oft gesehen, dass man dann mitgenommen wird. Jetzt schaut der kleine Junge sogar weg. „Kann ich es wagen?“, fragt sich die kleine Katze. Sie wagt sich einen Schritt vor und geht auf die Hand des Jungen zu. Aufgeregt schnuppert sie den Duft der Leckerei. Vorsichtig, ganz langsam, öffnet der Junge die
Hand und gibt das Leckerchen frei. Das erste Leckerchen, das für die kleine, ängstliche Katze erreichbar ist. Sie streckt ihre Pfote nach dem Leckerchen, aber nicht ohne den Jungen zu beobachten. Der Junge bewegt sich nicht. Erst als die kleine Katze das Leckerchen hat, wagt er ein leichtes Aufatmen. Die Kleine ist sehr schüchtern. Für diese Katze brauchen sie Geduld, versichert der Pfleger,der die Tür aufgemacht hatte. Der kleine Junge spricht nicht. Er nickt dem Pfleger zu. „Unser Sohn spricht auch nicht mit jedem“, erwidert der Vater. Der Junge schaut wieder zur Katze. Dass der Junge so leise ist, gefällt ihr.

Werden die beiden echte Freunde?

 

Auch bei dieser Geschichte wird zum Nachdenken angeregt.

Nicole Freeman
Berufstätiger Familienmensch,humorvolle Romantikerin. Seit neustem Autorin mit Autoren-webshop. https://publish.bookmundo.de/site/?r=userwebsite/index&id=nicole_freeman