Oh, leever Jott, jev uns Wasser…

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So sangen die Bläck Fööss aus Köln kürzlich wieder anläßlich ihres 50-jährigen Jubiläums. Wer hätte das gedacht, daß ihr Lied aus 1984 solch brennende Aktualität erlangt.

Die Menschen in Pakistan mögen für diesen Beitrag zwar derzeit wenig Verständnis aufbringen. Und die vor ein paar Tagen in der Starzlachklamm im Allgäu beim Canyoning nach einem plötzlich einsetzenden Starkregen ums Leben gekommene junge Frau und die weiteren Verletzten ebenfalls nicht.

In vielen Gegenden Deutschlands und der ganzen Welt schaut es jedoch düster aus. Auch der Waldbrand auf dem Brocken, auf dessen Gipfel Jahrhunderte lang “arktische” Klimabedingungen herrschten, hängt wohl mit dem mangelnden Wasser zusammen.

Die hier eingestellten Fotos vom Wasserfall im Falltobel bei Niedersonthofen im Allgäu entstanden nach einem kürzlichen zweitägigen Starkregen. Oberflächlich hat es dann kurzzeitig Wasser mehr als genug, der Grundwasserspiegel sinkt aber kontinuierlich.

Der Wasserfall ist von der Ortsmitte Niedersonthofen in einer Stunde, von letztmöglichen Parkplatz in 40 Minuten zu erreichen. Es ist aber eine ordentliche Gehtüchtigkeit erforderlich, da es kurze Strecken steil auf- und abwärts geht und viele Wurzeln den Weg queren. Vor ein paar Wochen mußte die Bergwacht, z.T. unter Hubschraubereinsatz, an einem Wochenende drei Personen mit Fußgelenkbruch und ähnlichem aus dem Tobel mit dem Bergeseil retten. Da hatte auch ein vorhergehender Starkregen den Besuch des Wasserfalls gesteigert.

 

Kurt Wirth
Ex-Gießener, Weltbürger, Bürgerreporter seit 2012, interessiert an Natur, Wandern, (Inlands-)Reisen, aber auch an Geschichte, Zeitgeschichte, Politik.