SPD-Fraktion Biebertal sagt “nein” zur Erhöhung der Kita-Gebühren

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Angesichts steigender Betriebskosten in den Kindertagesstätten sollten die Eltern für die Betreuung der Kinder in den Biebertal-Dörfern von September an 5 Prozent mehr zahlen. Doch dafür fand sich in der Gemeindevertretung auf Betreiben der SPD keine Mehrheit. Einzig die Preise für die Mittagsverpflegung werden angehoben, da hier ab September von ZAUG als Lieferant der Mahlzeiten  höhere Preise neu festgesetzt wurden.

»Hinter den Eltern liegen zwei harte Pandemiejahre. Dazu muss man die aktuell hohe Inflation beachten. Wir von der SPD sehen daher keinen Spielraum, die Gebühren zu erhöhen. Die Eltern müssen verschont bleiben. Der Gemeinde muss es gelingen, die Gelder an anderer Stelle einzusparen«, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Lenz im Finanzausschuss. Generell ist es ein Kernpunkt der Sozialdemokraten in Hessen, dass frühkindliche Erziehung gebührenfrei angeboten wird.

In der Sitzung der Gemeindevertretung fügte sein Fraktionskollege Sebastian Kleist hinzu: »Kinder sind unsere Zukunft – und nicht die Sanierung irgendeiner Straße«. Es geht darum andere, nämlich soziale  Prioritäten im Haushalt zu setzen.  Kleist fragte in die Runde: »Sind wir eine soziale Gemeinde oder eine, die nur auf jeden Cent schaut und junge Eltern im Regen stehen lässt?« Seine Befürchtung ist, dass Eltern Kinder aus der Betreuung abmelden, weil diese sich die Kita nicht mehr leisten können. »Das wollen wir nicht!«, sagte der Sozialdemokrat mit Blick auf die integrierende Funktion der Kita sowie deren so grundlegende Aufgabe in der frühkindlichen Bildung.