08. AUGUST – INTERNATIONALER TAG DER KATZE

867

DAS GROSSE LEID DER STRASSENKATZEN

In Deutschland leben 15,7 Mio. Katzen in 26 % der Haushalte. Sie haben großes Glück, da sie geborgen in einem liebevollen Zuhause aufwachsen. Die Realität der rund zwei Millionen Straßenkatzen sieht da etwas anders aus: Sie leben versteckt und zurückgezogen auf verwilderten Grundstücken, Friedhöfen oder stillgelegten Industriegeländen. Tagein, tagaus aus müssen sie um ihr Überleben kämpfen – sie hungern, keiner kümmert sich um ihre Verletzungen und sie leiden oft unter Infektionskrankheiten. So verwundert es nicht, dass diese Tiere auch nicht sehr alt werden: Eine Hauskatze kann bis zu 20 Jahre alt werden – wenn die gleiche Katze auf der Straße geboren wird, liegt die Lebenserwartung hingegen oft bei nur wenigen Monaten.

Anders als in südlichen Ländern, sind die Straßenkatzen hierzulande sehr scheu und suchen keinen direkten Kontakt zum Menschen – dadurch bleibt das Leid dieser Katzen für viele unsichtbar und wird so zu einem der größten unbemerkten Tierschutzprobleme in Deutschland.

Wo kommen die Straßenkatzen her?

Jede einzelne Straßenkatze stammt ursprünglich von einer Hauskatze ab, deren Besitzer zuließ, dass sich sein Tier draußen vermehrte, der sein Tier aussetzte oder es bei einem Umzug einfach zurücklies.

Vorbildliche Kastrationsaktionen gibt es aktuell in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Hier finden seit mehreren Jahren landesweite Kastrationsaktionen für frei lebende Katzen statt, die von Land, Tierärtzeschaft, Tierschutzverbänden und Kommunen unterstützt werden. Andere Bundesländer stellen jährlich Gelder für die Kastration frei lebender Katzen zur Verfügung. Insgesamt reichen die Aktionen und Gelder aber nicht aus, um den Bedarf zu decken und die Tierschutzvereine müssen sowohl finanziell als auch organisatorisch den Löwenanteil übernehmen. Teilweise unterstützen auch Privatpersonen, die Katzen bei diesen Aktionen selbst einfangen und sie zum Tierarzt bringen. Doch sie und die Tierschutzvereine allein schaffen es nicht, die unkontrollierte Vermehrung dieser Tiere einzudämmen.

Eine unkastrierte Katze hat im Jahr zwei Würfe mit jeweils 3-6 oder sogar mehr Kitten. So können nach 10 Jahren aus einer Katze rund 200 Millionen weitere Katzen entstehen.

DEUTSCHER TIERSCHUTZBUND e.V.

Bundesgeschäftsstelle

In der Raste 10

53129 Bonn

Telefon: 0228/604960

E-Mail: bg(at)tierschutzbund.de

URL: www.tierschutzbund.de

 

Anlässlich der Internationalen Tages der Katze haben wir den obigen Artikel vom Deutschen Tierschutzbund eingestellt.

Tierschutzverein Gießen und Umgebung e.V.

Mitgliedsverein DEUTSCHER TIERSCHUTZBUND e.V.

Vixröder Straße 16

35396 Gießen

Telefon: 0641/5 22 51

E-Mail: info@tsv-giessen.de

http://www.tsv-giessen.de

http://www.facebook.com

http://www.instagram.com