Vogelstimmenwanderung des OGV Grünberg.

62
Hier unser Treffpunkt vor der Reithalle des RuF Grünberg, am Walkweg.

Der Obst- und Gartenbauverein Grünberg e.V. hatte seine Mitglieder zur Vogelstimmenwanderung am 15. Mai 2022 eingeladen.  So ging es Sonntagmorgen um 7 Uhr von der Reithalle los.  Die Wanderroute führte uns über den benachbarten Mühlenweg bergauf, am Tannenköppel vorbei in die “Taufe” (Macksche Teiche), dann im Tälchen im FFH-Gebiet in Richtung Süden gings unterhalb des Wochenendgebietes Hetzberg wieder zurück zum Ausgangsziel.

Bericht zur VSW des OGV Grünberg von Sonntag den 15. Mai 2022

Der Feldornithologe und NABU Experte Jürgen Becker aus Ruppertenrod führte wieder die traditionelle Frühlings-Vogelstimmenwanderung des OGV Grünberg.

Feldbeobachter und NABU – Experte Becker hatte bei seinen Zwischenstopps ein Vogelstimmenbuch mit TING-Stift parat, dass dazu diente, nach Lokalisierung einer Vogelart deren Stimmen und Rufe noch einmal deutlicher zu Gehör zu bringen. `Meine Wenigkeit` als interessierter Naturliebhaber und Anwesende waren von dem erfahrenen Profi – Ornithologen Jürgen Becker sehr angetan! Freue mich schon auf die nächste Begegnung mit IHM.

Bei Sonnenschein und Früh-Temperaturen um 10 °C waren die Singvögel anfangs noch zurückhaltend mit ihrem Gesang, trotzdem konnten Rauch- und Mehlschwalben, Drosseln, Meisen, Girlitz und Zilpzalp gehört oder gesehen werden.  Im hängigen Heckenbereich wurden Mönchs-, Garten- und Dorngrasmücke an ihrem unterschiedlichen Gesang erkannt.  Zu sehen sind diese LBB (= little brown birds) selten.  Eine Goldammer führte ihren typischen Gesang leider nicht komplett vor.

… hier machen wir einen Halt nahe der >Schutzhütte Am Tannenkopf< und lauschten den Vogelstimmen und nicht zuletzt den Worten von NABU-Mann Jürgen Becker, (2. von links).

Auf dem Weg bergab zur >Taufe< wurde einige Zeit ein Grünspecht beobachtet, der mit seinem typischen “Lachen” auffiel.  Aus der großen gemähten Wiese, wo ER nach Ameisen sucht, flog der Grünspecht zu einem dürren Baum weiter und wurde später an seinem wellenförmigen Flug wieder erkannt.

Unser Zwischenziel, Marcksche Teiche.  Jürgen Becker konnte vom Laubfrosch-Vorkommen, sowie von brütenden Zwergtauchern berichten, die er bei früheren Begehungen beobachtet hatte.  Aktuell wird davon nichts mehr registriert, außer zwei Stockenten-Paare.  Der Ruf des Kuckucks war weithin zu hören.

Der Rückweg führte in Richtung Lauter am “Schlegel” entlang, wo Jürgen Becker die Rufe von Neuntöter, Kernbeißer und Klappergrasmücke lokalisierte.

… passt gut in die Natur – Viehherde eines Ortsbauern aus Lauter – in Ruhestellung.
OGV – Vorständler Lothar Peter beim notieren der Singvögelarten. “Seine Liste füllt sich allmählich”.

Über den Hetzberg, wo Tannenmeise und Girlitz flogen, ging es vorbei an Obstbäumen und Pferdekoppeln mit ganz jungen Fohlen, so allmählich zum Ausgangspunkt.

… angeregte Unterhaltung!

 … nun biegen wir gleich in den Mühlenweg – das Frühstück wartete schon auf uns.

Ein Schwarzmilan über dem Reitplatz vervollständigte am Ende die Beobachtungs-Liste mit insgesamt 32 Vögeln.

Rotmilan (milvus milvus) – Es gibt zwei Arten von Milane – sind bussardgroße, schlanke Greifvögel mit langen Flügeln und langem, gegabeltem Schwanz (“Gabelweih”) …

Nach über 2-stündiger Wanderung kehrten die Teilnehmer an der Reithalle ein, wo die Schlussbesprechung mit Frühstück stattfand.  Das Bewirtungsteam des Reit-und Fahrvereins Grünberg hatte aus Anlass des Reit-Turniers ein Buffett vorbereitet, das gerne in Anspruch genommen wurde.

Für die Gastfreundschaft bedankte sich Vorstandsmitglied Lothar Peter vom Obst- und Gartenbauverein Grünberg im Namen aller Anwesenden ganz herzlich.

Diese Vogelstimmenwanderung bleibt uns lange in Erinnerung!  Es freuten sich schon alle auf die Herbstwanderung, sicher wieder mit dem Feldornithologen Jürgen Becker.

… hier die Wandergruppe beim 1. oder auch 2. Frühstück, ?. Die Unterhaltung, wie man sieht, kam dabei nicht zu kurz. Leider passt die Mülltonne `nicht ganz ins Bild` – Spass!

Nun weitere Naturfotos, die ich während der Wandertour machte.

Tod- oder Bruchholz gehört auch zur Natur.
… hier mal ein Hochsitz auf Stahlgerüst.
Ein Kohlrabe steigt hoch.

Mal was anderes: Niedrigsitz eines Jägers. “Auf welche Ideen die Jagdpächter kommen”.

Frisch gemähte Wiesenflächen in der “Taufe”.

“vorgesorgt”?

Oberhalb des Mühlenwegs: Dreistöckiges Taubenhaus – leicht überbaut auf Sechskant-Ständer mit Knaggen.

Schöner Blick auf die Altstadt mit seinem Wahrzeichen, Diebsturm und Stadtkirche.

Eine Ringeltaube zeigte keine Scheu.

Besonders schöne Pflanzschale – sollte eine >Chinesische Kräuselmyrte< sein.

Schneeball-Busch in voller Blüte.

So zeigt sich leider auch die heutige Natur. Hier handelt es sich nicht um einen Eichenprozessions-spinner. Verantwortlich für diesen Schleier ist die harmlose Gespinstmotte.

Schöne Vorgärten im Mühlenweg.

Weidende Schafe vor der Lauterer Straße – immer ein besonderer Hingucker.

Zum Abschluss meiner Bilderreihe einige Schnappschüsse vom Vielseitigkeitsturnier des RuF Grünberg – Sonntag Nachmittag in der Au.

Viel Spaß und Freude an meinem Beitrag.

Heiner Klose aus dem Schwedendorf Grünberg.

Eine Rosette ziert dieser jungen Reiterin ihre Stiefel.

Eine von vielen Siegerehrungen am Sonntag.