Farbe (rot) ist (gelb) Programm (blau) Teil eins (weiß)

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Ich besuchte die Bundeskunsthalle in Bonn mit ÖPNV Ticket, mit eben dieser Ausstellung.

Zentral zu Gehör und visuell ist ein Video Clip in einem Fernseher, dass den damaligen Vizekanzler

Willy Brandt am 25. August 1967 zeigt, welcher den Startschuss in West Deutschland für die Ära des Farbfernsehens einläutete.

Doch der Anfang bei den Kunstobjekten macht die schwarz-weiß in Grau-Tönen gehaltene Skulpturen Ansammlung von Hans Op de Beeck, Varnitas xl, 2021. Die Abwesenheit von Farbe zieht den Betrachter in ihren Bann und löst Assoziationen und Sehnsucht nach Farbe, nach einer Verankerung in der scheinbaren Realität aus. So die Erklärung des Katalogs.

Siehe auch den Katalog “Black and white”, Museum Kunstpalast, S.72, Kat.72

Anders verhält es sich bei Gerhard Richters, Grau, 1976. Versuche von nicht gleich geglückten, abstrakten Bildern, wurden vom Künstler monochrom grau übermalt.

Ansonsten Farbe- erstmals in der Geschichte der Bundeskunsthalle wurde mit

„Farbe ist Programm“ eine Ausstellung vom gesamten Team der Kuratorinnen entwickelt und im Katalog vorgestellt.

Passend zur Ausstellung gab es einen Vortrag von HENGAMEH YAGHOOBIFARAH

„zum queer feministischen Blickwinkel mit der Farbe Pink“.

Sie las aus ihrer 2014 erstellten Bachelor Arbeit.

Interessant war u.A. dass 2-jährige Kinder, die durch die Eltern Blau oder Rosa verabreichten Farben, bei den Kindern Grundlagen für Rassismus auslösen können.

Es folgten spezielle Klassifikationen der Queer Szene, die doch umfangreicher sind, als gedacht waren.