„Rabenauer Höhenweg“, Wanderung des VHC Grünberg am .02.2022

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Am Sonntag, dem 27.02.2022, erkundeten die Wanderer des VHC Grünberg in zwei Gruppen bei herrlichem Kaiserwetter den Rabenauer Höhenweg.

Tour 1

Eine der Wandergruppen schlug auf der 12km-Strecke einen weiten Bogen durch die schöne, den meisten noch nicht bekannte Landschaft. Auf dem Weg warteten viele interessante Begegnungen: das Kirchlein in Allertshausen, ein wahres Kleinod, wurde besichtigt, dann begrüßte der Vorstand des Fußballvereins Allertshausen die Gruppe auf dem Sportplatz mit Musik und dampfendem Kaffee. Anschließend ging es mit wunderbarem Blick ins Lumdatal hinab nach Londorf, wo Christoph Graf von Schwerin und seine Gemahlin die Wanderer im Burggarten begrüßten und ihnen mit dem „Rilke-Pavillon”, dem Springbrunnen, der Ober-, der Mittel- und der Unterburg einige ihrer schönsten Schätze zeigten. Die Gräfin erfreute die Wanderer mit Gedichten von Rilke, die dieser zum Teil bei seinen Besuchen der Urgroßmutter des Grafen in Londorf geschrieben hatte.

Abschließend wurde der “Dom” der Rabanau besichtigt, wo Pfarrer Leissler der Gruppe den Pfarrgarten mit den sehenswerten Skulpturen und den beeindruckenden “Dom” zeigte, der mit seiner Größe und Beschaffenheit ihresgleichen im oberhessischen Raum sucht. Mit einem frühchristlichen Lied (einer Bitte um Frieden) wurden die Wanderer verabschiedet und kamen schließlich nach weiteren 4 Kilometern schlapp aber zufrieden am Ausgangspunkt Gleis 1 in Odenhausen an.

Tour 2

Die B-Gruppe des VHC Grünberg wanderte 5 km auf einem Teilstück des Rabenauer Höhenwegs. Unter der Führung von Reinhard Schlosser gingen die über 30 Personen – VHC-Mitglieder und zahlreiche Gäste – von Nordeck zum Elmensee und zurück.

Der Weg führte vorbei an der Nordecker Burg derer von Schwerin hinauf auf die Anhöhe. Über einen schmalen Wanderpfad war man bald bei den steilen Felsklippen. Nach dem Überschreiten der hölzernen „Teufelsbrücke“, die eine malerisch schöne und tiefe Schlucht überspannt, erreichte die Gruppe die überdachte Schutzhütte, von der aus die Wanderer den Blick über Dörfer des Lumdatals und in der Ferne die Gipfel des Taunuskammes genießen konnten.

Nach Rast und Brotzeit ging es dicht am felsigen Abgrund hinab zum Elmensee. Auf dem Rückweg führte der Pfad zunächst im Tal entlang des Waldsaumes, um dann nach einem kurzen, aber steilen Anstieg am Nordecker Tiefbrunnen wieder auf die gemütliche, restliche Wegstrecke bis zur Burg auszulaufen.

Wegen Corona war ein gemeinsamer Abschluss mit Einkehr zur Kaffeezeit nicht vorgesehen, was allgemein bedauert wurde.

(Friederike Westerholt und Reinhard Schlosser)