Herbst in der Adelegg

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Ausführlicherer Text am Ende der Bildreihe
Ausführlicherer Text am Ende der Bildreihe
Die Eschacher Jägerhütte wird renoviert
Eschacher Jägerhütte
sog. “Merkt’sche Tafel”: ein früherer Oberbürgermeister von Kempten ließ diese an allen historisch bedeutsamen Stellen aufstellen.
Merkt`sche Tafel. Die kleine und große Schwedenschanze dienten im dreißigjährigen Krieg der Bevölkerung als Schutzort
Blechschutz auf der “Merktschen Tafel”
auf der Kreuzleshöhe bei Kreuzthal (Gemeinde Buchenberg)
Blick von der Kreuzleshöhe
Muß auch sein.
an der Kreuzleshöhe
Kreuzleshöhe
Kreuzleshöhe
Blick ins Kreuzbachtal
Kreuzbachtal
in der Gegend selten: Eine Lärche
Blick von derEschacherHöhe
Blick von der Eschacher Höhe
Blick von der Eschacher Höhe
Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung: der Eschacher Weiher

Die Adelegg ist eine mittelgebirgsähnliche Voralpenlandschaft im bayerischen und württembergischen Allgäu, etwa zwischen Buchenberg bei Kempten, Isny und Leutkirch, entstanden durch Ausschwemmungen und Geschiebe von eiszeitlichen Ablagerungen (sog. Molasse), z.T. auch Nagelfluh, unabhängig von der Auffaltung der Alpen.

Sie ist heute überwiegend bewaldet, was nicht immer so war. An der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit waren die Hügel weitgehend abgeholzt, weil die Bäume als Bau- und Brennmaterial benötigt wurden. Später wurde auch durch die dort angesiedelte Glasmacherei (es gibt den “Glasmacherweg” als Wanderweg) viel Wald verbraucht. Schon lange gibt es in großen Bereichen Buchen- und Mischwald, nicht erst seit dem Beginn des Klimawandels, was der Gegend gerade im Herbst besonderen Reiz verleiht.

Hatte ich im “alten” System der gz schon mal eine Wanderung zum Schwarzen Grat (1.118 m) geschildert, führt mich meine heutige auf der anderen Seite des Eschachtales, auch wieder ausgehend vom Eschacher Weiher, am östlichen Abhang des Höhenzuges mit dem Ursersberg (1.129 m) zur Eschacher Jägerhütte. Von dort auf der westlichen Seite hinab zur Hirschfutterstelle und dem Eingang zum Langtobel. Hier jedoch aufwärts zur kleinen Schwedenschanze und zur Kreuzleshöhe. (Kürzester Aufstieg auf diese von Kreuzthal aus). Von dieser dann wieder zur Jägerhütte und den Ursersberg zur Eschacher Höhe, wo die Skilifte für den Winter schon fertig montiert sind. Mit herrlichem Blick auf die Allgäuer und Ammergauer Alpen ist man bald am Eschacher Weiher, dem Ausgangspunkt der Wanderung.

In der Adelegg haben sich in jüngerer Zeit auch Gämsen angesiedelt, um die es zur Zeit einen heftigen Streit zwischen Forstverantwortlichen, Jägern und Naturschützern gibt. Speziell um die jährlichen Abschußzahlen. Diese wurden jüngst wieder auf 15 festgelegt, wobei kein Mensch die genaue Zahl des Bestandes kennt. Vermutungen liegen um die 20. Die Angst um den Verbiß von nachwachsenden Bäumchen treibt hier offensichtlich “Blüten”.

Wie immer findet man in wikipedia und Googeln zu Adelegg vieles weitere.

 

 

 

 

 

 

Kurt Wirth
Ex-Gießener, Weltbürger, Bürgerreporter seit 2012, interessiert an Natur, Wandern, (Inlands-)Reisen, aber auch an Geschichte, Zeitgeschichte, Politik.