GEBAUTES ……UND GEDREHTES Unterschiedliche Positionen zeitgenössischwer Keramik

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Vase , Steinzeug bei 1400° gebrannt, Ascheanflugglasur

ATELIERAUSSTELLUNG SA. 13.11.2021– So. 21.11.2021

VERNISSAGE SA. 13.11.2021 15.00 Uhr

Immer im Herbst, wenn die Kraniche die Reise in ihr Winterquatier antreten und dabei das Hofgut Appenborn überfliegen zeigt Karl-Heinz Till in seiner Atelierausstellung neue Keramiken aus dem Holzbrand. Für gewöhnlich präsentiert er dabei immer auch eine umfassende Auswahl keramischer Arbeiten einer Kollegin oder eines Kollegen. In diesem Jahr ist die Werkstatt Böhmer mit ihren Arbeiten im Hofgut Appenborn.

Hier treffen völlig unterschiedliche Positionen zeitgenössischer Keramik aufeinander.

Während Charlotte und Sigi Böhmer ihre Gefäße in meisterlicher Perfektion drehen und die Oberfläche mit einem aufwendigen Dekor versehen, baut Karl -Heinz Till seine Gefäße und Objekte frei auf.        Charlotte und Sigi Böhmer hingegen fertigen Gebrauchsgeschirr und sagen über ihre Arbeit:

Seit 1991 stellen wir in unserer Werkstatt handwerklich gefertigte Gebrauchskeramik her.Die fantasievolle, aufwändige Engobedekoration in harmonischen Farben macht unsere Keramik unverwechselbar. Bei der Arbeit zu Zweit, Hand in Hand, können wir unsere Ansprüche an Funktion und Gestaltung optimal umsetzen. So entstehen Gefäße, die jeden Tag gerne benutzt werden.Die Meisterprüfung im Handwerk und eine Ausbildung in Keramikgestaltung sind dafür die Grundlage.“Nebenbei“ haben wir das historische Töpfereianwesen renoviert in dem sich unsere Werkstatt befindet. Nach der liebevollen Sanierung wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Heute bietet der größte noch erhaltene Kannofen die Kulisse für unsere Verkaufsausstellung.

Karl-Heinz Till zeigt neue Zeichnungen und neue Arbeiten – Gefäße und Objekte – aus dem Holzbrennofen.In seinen Zeichnungen werden auf einem Wachsuntergrund mit der Rohrfeder Farbe – gelöste Pigmente aber auch Asche – aufgetragen. So entstehen Zeichnungen die an Gedichte erinnern.  Seine Keramischen Arbeiten sind frei aufgebaut und werden bei einer Temperatur von annähernd 1400 Grad im holzbefeuerten Ofen gebrannt . Aschanflugglasuren und Salz – das zum Brandende in den Ofen gegeben wird – prägen die Oberfläche der Arbeiten. So wird jedes Stück zum Unikat und der Vorgang des Brennens zum originären Bestandteil der Arbeiten von Karl-Heinz Till. Die Brandführung, das Plazieren der Gefäße im Ofen und die Dauer des Brandes sowie die Auswahl der Holzarten bestimmen ganz wesentlich den Charakter der Arbeiten. Sind die Gefäße durchaus zum Gebrauch bestimmt, so entstehen die Objekte bedingungslos, keiner Funktion gehorchend.

Zur Vernissage Samstag 13.11.2021 um 15.00 Uhr werden Charlotte und Sigi Böhmer anwesend sein.

Die Ausstellung ist Samstags und Sonntags jeweils von 14.00 – 17.30, sowie nach telefonischer Vereinbarung ( 06407 1293 ) geöffnet .

Während dieser Zeit gilt die 2 G Regel. Ungeimpfte aber getestete Personen könne gerne zu einem anderen Zeitpunkt , nach tel. Absprache ( oder per Email : Karl-Heinz-Till@t-online.de ) die Ausstellung besuchen.