Jung und Alt üben gemeinsam

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Jung und Alt kommt beim TSV 07 Londorf regelmäßig beim Londorfer Sportabzeichen Treff zusammen. Teilnehmer treffen sich vom „Kinderwagenalter“ bis zum unbegrenzten Alter zum Sport treiben. Eine Wertung für das Sportabzeichen ist allerdings erst ab dem 6. Lebensjahr möglich. Eltern bringen ihre Kinder, geben sie bei den Leitern und Betreuern ab, oder, wie vielfach praktiziert, machen selbst mit. Dies erfüllt den Sinn und Zweck des Sportabzeichen-Treff nach den Richtlinien, Wünschen und Vorstellungen des DOSB. Der Erwerb des Deutschen Sportabzeichens ist die sportliche Herausforderung, aber für den „Gesundheitssportler“ sind die Sportabzeichen-Disziplinen eine Richtschnur für die Einordnung seiner Leistungsfähigkeit.

Der Erwerb des Deutschen Sportabzeichen wurde 1913 eingeführt und unterlag von seiner Gründung bis heute einer ganzen Reihe von Änderungen. Zunächst war dies nur den Männern vorbehalten, Frauen kamen hinzu und Kinder folgten. Zwischendurch hieß es- der Situation angepasst- Reichssportabzeichen. Im Jahre 1951 bekam es die Bezeichnung Deutsches Sportabzeichen wieder und wurde 1958 durch den damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss in das Ordensrecht aufgenommen (daher auch die Bezeichnung im Volksmund als Sportorden).

Die Beliebtheit des „Sportordens“ schlägt sich auch in Zahlen nieder, 1984 wurde der zehnmillionste Erwerber gekürt und zum einhundertjährigen Jubiläum im Jahre 2013 wurde nicht nur mit besonderen Aktionen das Jubiläum gefeiert, sondern auch eine durchgreifende Reform vorgenommen: Die bisherige Form des Sportabzeichens als “Treueabzeichen”- beginnend mit Bronze und mit den Erwerberjahren steigend auf Gold- wurde zum Leistungsabzeichen mit den Stufen Bronze, Silber und Gold.

Das verstärkte naturgemäß den „Drang nach Gold“. Jung und Alt wollte die Leistungen erbringen, für die es nach der Tabelle die Auszeichnung in Gold gibt. Für viele, die mit der Bronzeleistungsstufe bereits den Erhalt des Sportabzeichens erzielt hatten, war wiederholtes probieren und auch mit Versuchen von nicht so gewohnten Übungen verbunden. Der Drehwurf stellte für die Jugend eine neue Herausforderung und besonders das Seilspringen erlebte eine Renaissance, an allen „Ecken und Enden“ wurde am Londorfer Sportplatz gehüpft und gesprungen. Die Oma- sich besinnend auf frühere Zeiten- zeigt der Enkelin wie das geht, Seilspringen wurde eine beliebte sportliche Übung.

Nach der Gründung einer Leichtathletik-Abteilung im Jahre 1955 wurden 1958 die ersten Sportabzeichen Abnahmen vom damaligen Abteilungsleiter Otto Klein vorgenommen. Der vom DLV initiierte Sportabzeichen Treff wurde 1983 durch R. Ehmig beim HLV angemeldet, seitdem wird ein regelmäßig durchgeführter Sportabzeichen-Treff für Jung und Alt angeboten, der für die gesamte Bevölkerung freien Zugang hat und findet. Es wird keine Mitgliedschaft verlangt, es ist ein Serviceangebot des TSV 07 Londorf.

Das Vereinsangebot wurde erweitert mit Einbeziehung der Rabenauer Schulen. Seit 1999 hilft Rudi Ehmig bei der Durchführung der Bundesjugendspiele, wertet sie aus besorgt und übergibt sie. Bis heute wurden so über 2600 Sportabzeichen den Jugendlichen und Erwachsenen ausgehändigt. Im Sportabzeichen-Treff sind in Leitung und Abnahme -Nicole Rabenau, Rudi Ehmig, Lars Zipperlen, Malena Rabenau, Ute Berst, Jonas Berst und Leonie Rabenau zugegen. Die Abnahmen wurden im Sommerhalbjahr auch in den Ferien-durchgeführt. Pandemiebedingt auch in einzelnen Absprachen.

Somit bilden Prüfer, Helfer, Erwachsene und viele Kinder ein buntes Gemisch beim wöchentlich durchgeführten Sportabzeichen-Treff für Alt und Jung am Londorfer Sportplatz.