Beratungsteam beantwortet Fragen rund um Demenz

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Telefonaktionstag von BeKo und Pflegestütztpunkt am 29. September

Im Rahmen der Gießener Seniorenmesse bieten BeKo (Beratungs- und Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen) und Pflegestützpunkt einen Telefonaktionstag zum Thema „Demenz“. Am Mittwoch, 29. September 2021, stehen Mitarbeiter:innen der beiden Beratungsstellen von 9 bis 16 Uhr für alle Fragen rund um das Thema zur Verfügung.

Wer mit Demenz konfrontiert ist, fühlt sich oft hilflos. Die Diagnose „Demenz“ oder auch nur der Verdacht, dass man selbst oder eine nahestehende Person an einer Demenz erkrankt sein könnte, führt oft zu Verunsicherung und Hilflosigkeit. Die Betreuung von demenzerkrankten Familienmitgliedern stellt für viele pflegende Angehörige eine Belastung dar, die leicht zu Überlastung werden kann.

Für Betroffene und ihre Angehörigen entstehen zahlreiche Fragen:

Welche Ansprüche haben an Demenz erkrankte Menschen und ihre Angehörige gegenüber der Pflegeversicherung? Wer kann Tipps zur praktischen Pflege und Betreuung geben? Welche professionellen Unterstützungsangebote (z.B. Pflegedienste, Tagespflege-Einrichtungen und Entlastungsangebote) gibt es in der Nähe und wie lassen sich diese finanzieren? Wie können Konflikte zwischen der erkrankten Person und der Familie oder mit Freunden, Nachbarn etc. vermieden werden?

Frühzeitige Beratung ist für Betroffene wichtig

„Frühzeitige Beratung ist wichtig, um Betroffenen zu helfen und Angehörige zu unterstützen. Häufig ist schon viel kräftezehrende Arbeit geleistet worden, bis ein Beratungsgespräch gesucht wird“, sagt Daniela Poppe, Koordinatorin und Beraterin der BeKo. „Am besten wäre es, sich schon beraten zu lassen, wenn der Verdacht auf Demenz besteht.“

BeKo und Pflegestützpunkt sind seit vielen Jahren die zentralen Anlaufstellen zum Thema Pflege in Stadt und Landkreis Gießen. Die Inhalte der Beratung decken ein breites Spektrum ab: von Umgang mit Demenz, Hilfe und Pflege zu Hause, Dienste der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege, finanzielle Hilfen, rechtliche Vorsorge, Entlastung für Angehörige, Wohnen im Alter, soziale Kontakte, bis hin zu Ehrenamt, Freizeit und Kultur. „Gespräche in schwierigen Lebenslagen gehören auch dazu“, erklärt Poppe.

„Uns ist wichtig, dass Menschen mit Demenz und ihre Familien in dieser schweren Lebensphase professionelle Hilfe und Entlastung erhalten und bieten Information, Beratung und Hilfestellung an – kostenlos und unverbindlich,“ bekräftigt Nils Freitag, Pflegeberater des Pflegestützpunktes.

Interessierte können sich am Mittwoch, 29. September, von 9 bis 16 Uhr unter Telefon (0641) 9 79 00 90 an die BeKo und unter (0641) 20 91 64 97 an den Pflegestützpunkt wenden. Die Beratung ist kostenlos.