Staatsminister Helge Braun in Diskussionsrunde mit interessierten Bürgern

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Minister Helge Braun (re) mit den Teilnehmern der Diskussionsrunde

Ein nicht alltäglicher Besucher weilte dieser Tage im Reiskirchener Ortsteil Bersrod. Auf Einladung von Christel und Manfred Wagner erschien fast pünktlich, ohne große Wagenkolonne und Sicherheitsbeamte, der Chef des Bundeskanzleramtes Helge Braun! Ein völlig unspektakulärer Auftritt eines so prominenten Politikers aus dem engen Beraterkreis von Bundeskanzlerin Angela Merkel, war schon überraschen, kam aber bei den Gästen sehr gut an.

Die Begrüßung des Gastgebers erfolgte mit einem Zitat von Albert

Schweitzer: „Ich glaube an die Zukunft dieser Zeit – aber wir müssen sie bauen“.

Gut 20 Interessierte Freunde und langjährige Bekannte hatten die Gastgeber kurzfristig eingeladen. Sie waren gespannt, was Helge Braun für Neuigkeiten aus dem politischen Berlin mitbringen würde und welche Antworten er auf die zahlreichen Fragen der Anwesenden hatte.

Er gab ein kurzes Statement, in dem der seit 2009 im Bundestag vertretende Abgeordnete sein Arbeitsgebiet mit „ein Mann für alle Probleme“ umriss. Im Besonderen die Problematik der Pandemie, die Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie das Ausscheren einiger Länder aus der Europäischen Union.

All diese Problemlagen erfordern tägliche Sitzungen und Videokonferenzen mit langen Diskussionen. Es ist immer ein   „Ringen“ um die bestmöglichen Entscheidungen, die dann über die Medien möglichst verständlich und korrekt publiziert werden sollen.

Die Fragen der Zuhörer ließen nicht lange auf sich warten und kreisten um das Impfgeschehen, das Genderschreiben, die unterschiedlichen Bewertungen von CDU bzw. CSU-Politikern zur Klimapolitik.

„Impfungen schützen zu 90 Prozent vor schweren Erkrankungen. Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte!“ So die klare Aussage von Helge Braun.

Nach gut 90 Minuten war die knapp bemessene Zeit für den Kanzleramtsminister und die Gäste von Wagners abgelaufen.

Dennoch blieb noch ein wenig Zeit für eine Zugabe, nämliche für eine Spezialität aus dem Vogelsberg, eine Kartoffelbratwurst. Helge Braun wusste das zu schätzen, denn der Vogelsbergkreis gehört neben dem Landkreis Gießen zu seinem Wahlkreis.

Es war eine überaus informative Veranstaltung mit einem Politiker, der wichtige Entscheidungen für die Kanzlerin vorbereitet, die uns alle treffen können.

Gerade in Pandemiezeiten, mit der Ansteckungsgefahr bei großen Menschenansammlungen, war das eine angepasste Veranstaltung, die die Wagners auf die Beine gestellt hatten.

Der späte Nachmittag wurde mit interessanten Gesprächen bei Kuchen, Kartoffelbratwurst und Getränken abgerundet.

Günther Dickel
Seit November 2012 als Bürgerreporter über 600 Beiträge in der GZ veröffentlicht. Stand: 30.03.2021