Die kleine Raupe und die weiße Wolke

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Die kleine Raupe saß am Grünkohlstrunk und knabberte am Grünkohl grünes Mittagessen. Grünkohl hatte sie schon zum Frühstück und davor am Abend zum Abendessen. Dann sah sie nach oben und sah die weißen Wolken die von hinten von der Sonne angestrahlt wurden was oben einen hellen Strahlenkranz erzeugte.
Sehnsuchtsvoll blickte sie nach oben, die Baseballkappe mit Schild nach hinten sitzt auf ihrem Raupenköpfchen und sie ruft so, dass alle es hören konnten, Mama ich will dahin. Hinauf auf die weiße Wolke und schon kramte sie in ihren Taschen wo denn wohl die Sonnenbrille abgeblieben ist.
Mama wie lange muss ich denn noch warten bis die bunten Flügel wachsen und ich nicht immer nur Grünkohl essen muss und wenn ich endlich Flügel habe, dann fliege ich hoch zu einer solchen weißen Wolke und lege mich oben mitten hinein in dieses weiche etwas, lasse mich von der Sonne bescheinen und schaue von oben herab was sich hier unten alles tummelt. Ich schließe dann meine Augen und lasse mich mit der Wolke und dem Wind treiben wohin man hin getrieben wird.
Ach das wird schön werden das eins und eins sein mit einer solchen weißen Wolke.
Der Vorteil ist wenn du oben bist, dann können keine Regentropfen mehr nass machen.
Und oben dieses herrliche blau, Mama habe ich dann in meinen Flügeln auch was blaues so blau wie der Himmel, Mama warum ist denn der Himmel blau und manche Wolken so dunkel, dunkelgrau bis schwarz und manchmal redet diese dunkle Wolke mit mir, ich glaube die dunklen Wolken sind böse, die schimpfen immer so laut und werfen vorher so gezackte helle Lichter. Da standen wir manchmal schon die Haare nach oben und fingen an zu vibrieren.
Mir sind die weißen Wolken lieber Mama wann bekomme ich denn Flügel…?

 

Christoph Westrupp
Ein Fotograf und Geschichtenerzähler