Radtour auf dem neu eröffneten Bahnradweg Laubach – Hungen war ein Erlebnis.

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Plattbauch-Libellen (Libellula depressa), sie haben einen breiten flachen Hinterleib, der beim Männchen blaugrau gefärbt ist. Trotz ihres etwas plumpen Erscheinungsbildes sind sie exzellente, schnelle Flieger. Sie wählen über der Wasseroberfläche einen Ansitz, um auf Beute zu lauern.

Im Frühjahr berichtete eine heimischen Tageszeitung, dass der Bahnradweg Laubach – Hungen fertiggestellt und eröffnet sei. Anfang Juni machte ich mich auf den Weg, der mich vom Grünberger Schwedendorf erst einmal über die L3007 führte, um auf der Anhöhe, die in voller Blüte stehenden Senfblumenfelder, zu fotografieren. Über die Kreuzung fahrend erreichte ich die Ortschaften Röthges und Nonnenroth. Weiter ging es durch den Hungener Stadtwald, an den >Drei Teichen< vorbei, zum eigentliches Ziel, der Hungener Feldgemarkung >Hubbach<. Dort machte ich einen längeren Fotohalt, um einen in der sogenannten `Teufelswiese`plazierter Horstmast, mit Weißstorchennest besetzt, abzulichten. Was mich eigentlich besonders `festhielt`, war ein unweit vom Niststand befindlicher Wiesenweiher, nach der Hubbach-Renaturierung 2018, nach dem Vorbild der Natur, erschaffen.  Das rege Treiben von Insekten – wie die Hufeisen-Azurjungfer und Plattbauch Libelle – auf der Wasseroberfläche, sowie das `rumpaddeln`quakender Frösche, war für mich als Naturmensch, ein besonderes Highlight. Nach einem erlebnisreichen Nachmittag – “vor den Toren Hungens” –  `trat` ich, im wahrsten Sinne des Wortes – zum ersten Mal auf dem neuen Radweg – die Heimreise an.

Die neue Bahntrassen-Radstrecke, Hungen – Villingen – Laubach ist super zu befahren. Sehr gut ist auch, dass die Steigungen und das Gefälle gleichmäßig verteilt sind. So müßte jeder Radweg sein. Auch für ungeübte Radler kann ich diese leicht zu beradelnde Strecke, die öfters durch schattenspendendes Waldgebiet verläuft, nur empfehlen.     Ein Grund mehr, wiederzukommen und diese landschaftlich sehr schöne Region weiter zu er- bzw. zu befahren.

Viel Freude an meinen Landschaftsbildern und Nahaufnahmen.

Herzliche Grüße – aus dem schönen Schwedendorf – sendet der 84-jährige Naturfotograf,  Heiner Klose

`In der Ferne und doch ganz nah` – Grünberg mit seinen Wahrzeichen, Diebsturm & Stadtkirche.
Mein erster Fotohalt an der (L3007) – Senfblütenfelder, eine Augenweide!
Reichliche Tafel von Nektar und Pollenvarianten für viele Insekten.

Konnte nicht wiederstehen! Schmuckes Fachwerk in der Laubacher Gemarkung.
Ein Augenschmauß!
Voll aufgeblühte Feuchtwiese, nahe Villingen.
Mein Routenziel:
Feld- und Wiesengelände vor Hungen, – die 2018 renaturierte >Hubbach<.
Neststand des Weissstorches in der sogen. `Teufelswiese`.

Jungstörche bekommen Futter.
Wie berichtet, war jahrzehntelang die >Hubbach< ein schnurgerader Entwässerungsgraben. Jetzt wurde sie aus ihrem Zwangsbett befreit. Stück für Stück erobert sich die Natur, – ein 14 Hektar großes Gelände bei Hungen, zwischen den >Drei Teichen< und der Alten Bahntrasse – zurück.

Schwarzmilan (Milvus migrans) auf Futtersuche; `ob gleich der Sinkflug kommt`?

Libelle auf Futtersuche – den Frosch läßt`s kalt.
Hufeisen-Azurjunfer (Coenagrion puella) Diese Libelle erreicht eine Körperlänge von 35 bis 40 Millimetern und ist in der Regel sehr schlank, fast nadelförmig gebaut. Den Namen hat die Hufeisen-Azurjungfer dem hufeisenförmigen schwarzen Mal, das auf dem zweiten Hinterleibssegment des Männchens zu finden ist, zu verdanken.
Teichfrosch (Rana esculenta)
Immer wieder schön anzuschauen, blühende Wasserpflanzen.
Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella) beim Paarungsakt. Bei der Paarung packen die Männchen die Weibchen mit ihren Hinterleibszangen (Cerci) unterhalb des Kopfes. Um die Befruchtung durchzuführen bilden die beiden Libellen das sogenannte Paarungsrad. Dabei nimmt das Weibchen die Samen aus der Samentasche des Männchens.

Bevor ich auf dem neuen Radweg, einer ehem. Bahntrasse, die Heimreise – in Richtung Wetterfeld/Laubach `antrat´- noch ein “Bildsche ” von der Strecke.
… öfters kurze Fotohalte, am Wegesrand, waren `Pflicht`.
Löwenzahn am Wegesrand. Auch Pusteblumen schön anzuschauen.

“Schafe zur Linken, tun eim winken” – das traf diesesmal zu.
Der Wald hat sich `teils` ganz gut erholt, nach den über feucht-nassen Frühlingwochen – etwas positives.
Als ich die weidenden Pferde fotografierte, baten mich zwei Radler, ein Foto von IHNEN zu machen; war kein Problem; anschließend wurde ich von den Herren auch`abgelichtet`.

Meine gut 30 km lange Gesamttour geht langsam zu Ende.
Abschließend noch Aufnahmen von den Fischteichen in Lauter.
Blühende Wiese vor den Teichen.

 

 

 

 

 

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