Stippvisite der Landrätin Schneider und Frau Bairstow von der Denkmalschutzbehörde auf Burg Gleiberg

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Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg
(vm). Löblich äußerste sich Landrätin Anita Schneider über die engagierte Arbeit des Gleiberg-Vereins und Charlotte Bairstow von der Unteren Denkmalbehörde zeigte sich glücklich über den aktuellen Erhaltungszustand der Burg Gleiberg. Dort waren die beiden Damen kürzlich zu einem Besuch, um sich auch über den Abschluss der neuesten Maßnahmen, der Sanierung der Nördlichen Schildmauer, am Aufgang zur Oberburg und der Instandsetzung der Stützmauer am Albertusgarten, unterhalb des Philippstürmchen, zu informieren.

Das Gerüst mit der Schutzplane wird in den nächsten Tagen entfernt, so dass dann der Blick auf die restaurierten Objekte wieder frei ist. Der geschäftsführende Vorstand des Gleiberg-Vereins war vollständig zum Empfang der besonderen Gäste erschienen. 2. Vorsitzender Gerhard Schmidt ließ den Ablauf der Maßnahme von der Schadensfeststellung durch die „Turmkletterer“, die Schadensdokumentation durch das Büro HAZ, die Finanzierungsanträge, die Ausschreibung der Baumaßnahme, bis zur Ausführung durch die Firma Denkmalplan, Revue passieren.

Lose Steine mussten neu befestigt und offene Fugen verschlossen werden. Neben dem Erhalt der Bausubstanz waren diese Maßnahmen aber auch wegen der Verkehrssicherungspflicht erforderlich geworden. Rund 180.000 Euro betrug die Investitionssumme. Zudem wurden in der Albertus-Klause die Sanitäranlagen des Gastronomiebereichs verbessert. Auch in den Brandschutz wurde investiert. Diese beiden Maßnahmen, die der Gleiberg-Verein alleine finanzierte, erforderten weitere 100.000 Euro. Finanzielle Unterstützung zur Mauersanierung gab es vom Land Hessen, das 60.000 Euro beisteuerte. Schon im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde 40.000 Euro bereitgestellt.
Die Gemeinde stellt in diesem Jahr noch einen weiteren Betrag zur Verfügung. Die Kommune hat ein hohes Interesse am guten Erhaltungszustand der Burg und ist dem Vorstand dankbar, dass er seinen Verpflichtungen nachkommt, sagte Bürgermeister Thomas Brunner. 12.000 Euro kamen vom Landkreis.

Nicht hoch genug wertzuschätzen sei angesichts der Summen und der unterschiedlichen Sanierungs- und Restaurierungsmaßanhmen das ehrenamtliche Engagement, sagte Anita Schneider. Der gesamte Vorstand, mit seinem Vorsitzenden, Andreas Kraft, engagiere sich in beispielhafter Weise für den Erhalt des Baudenkmals. Die verantwortlich Handelnden des Verein als Eigentümer der Burg gäben Vorbild ab für viele Bauherren und Hauseigentümer. Die Landrätin erinnerte an die Verleihung des Denkmalpreises vor Jahren. Der sei mehr als verdient gewesen.

Seit 2010 wurden in die unterschiedlichsten größeren und kleineren Maßnahmen 2 Millionen Euro in die Unterhaltung der Burganlage und der Wirtschaftsgebäude investiert. Der Gleiberg-Verein konnte bei jährlichen eigenen Einnahmen von rund 80.000 Euro somit 800.000 Euro Eigenleistung beisteuern. Der Rest wurde durch Zuschüsse gedeckt.

Einen großen Dank richtete der Vorstand während des hohen Damenbesuchs an Charlotte Bairstow. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde nach Absprache mit Dr. Katharina Benak vom Landesamt für Denkmalpflege, die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für die jüngste Sanierungsmaßnahme erteilt. Dies betrachte man sowohl als Wertschätzung der Vorstandsarbeit wie auch das Wissen um die Bedeutung der Burg als Denkmal, Wahrzeichen und Ort kultureller Veranstaltungen, so Gerhard Schmidt. Auch der Blick in die nahe Zukunft gönnt dem Vorstand keine Atempause. In den kommenden Jahren soll der Merenberger Bau genauer untersucht werden, denn die letzte grundhafte Sanierung liegt bereits vier Jahrzehnte zurück.

Verein KuKuK Wettenberg
Kunst- Und Kulturkreis Wettenberg e.V. - in Zusammenschluss von Künstlern – Zweck: das kulturelle Angebot in der Region zu fördern und zu vergrößern.

1 KOMMENTAR

  1. Aha, der Wahlkampf für die Landratswahlen nimmt Fahrt auf.

    Die eine Kandidatin versucht offensichtlich fast täglich in die Lokalpesse zu kommen. Immer so nach dem Motto: mein Name und das Bild von mir muss nur oft genug auftauchen; es gibt bestimmt genug Wähler die darauf ansprechen.

    Nichts dagegen, wenn der Kandidat mit Konkretisierungen seines Wahlkampfprogrammes um die Ecke kommt. Aber diejenigen “die schon mit einem großen Löffel am Gulaschtopf sitzen” (schon im herrschenden Block angekommen ist) greifen auch einmal gerne mit Beispielen aus ihrer täglichen Arbeit zurück. Das ist schwer zu verbieten (Was ist tägliches Geschäft genau?); da ist Selbstbeschränkung gefragt.

    So versucht der herrschende Block Neuaufsteiger (also Kandidaten, welche noch nicht dazu gehören) Steine in den Weg zu legen. Fairnis ist in meinen Augen etwas anderes.

    Naja, diese Unsitte ist einfach nicht auszurotten. Aber dazu gehören immer zwei. Ein Kandidat der schon unverschämt viel Geld für …. Arbeit bekommt und eine Institutionen, die zu Wahlkampfzeiten solche Personen einladen.

    Und da verstehe ich den Vorstand des Gleiberg – Vereins nicht. Warum spricht er eine solche Einladung aus?

    Aus dem Text geht das nicht hervor. Z.B. hat zum aktuellen Zeitpunkt der Kreis ihr zivilgesellschaftliches Engagement nicht mit nennenswerten Geldzuweisungen unterstützt.

    Und für den Dank wegen “…. innerhalb von nur zwei Tagen wurde nach Absprache mit Dr. Katharina Benak vom Landesamt für Denkmalpflege, die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für die jüngste Sanierungsmaßnahme erteilt ….. ” hätte es doch auch ein netten Brief getan. (Wenn das schon sein muss; ich finde schnelle Bearbeitungszeiten muss für alle Mitbürger die Regel werden….!)