Kunstausstellung im Alten Sägewerk in Rauschenberg

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Die Rauschenberger Event-Location „Altes Sägewerk“ plant bereits Anfang Juni, ihre (Roll-)Türen für eine Ausstellung zu öffnen. Noch hängt es von weiter positiver Inzidenzentwicklung ab, ob die ersehnte erste Veranstaltung des Jahres an den beiden ersten Juni-Wochenenden (5./6. und 12./13. Juni) tatsächlich durchgeführt werden kann.

Aber: „Wir sind bereit!“ sagt Kuratorin Dr. Anne Hoerder und bleibt optimistisch, dass die Inzidenzlage sich weiter zum Positiven entwickelt. Die geplante Ausstellung in und um das Alte Sägewerk sei eher eine – teils überdachte – Open-Air-Veranstaltung, so die Kuratorin weiter.

Das „Alte Sägewerk“ stellte erst Anfang der 2000er Jahre den Betrieb ein, bis die Rauschenberger Eheleute Hoerder sie Ende 2019 kurzerhand privat pachteten, um die 300m² überdachter Fläche als eine Art ehrenamtliche Event-Location zu nutzen. Noch heute zeugen übrigens die stillgelegten Gatter- und Kreissägen, die überdimensionalen Schiebetüren an den Stirnseiten des Gebäudes sowie allerlei Transportgerät von der harten Arbeit, die hier über ein halbes Jahrhundert lang verrichtet wurde.

Mit dem Alten Sägewerk setzen die Hoerders ihre „Rauschenale“-Initiative fort. Bereits drei „Rauschenalen“ brachten seit 2016 Kunstobjekte in Rauschenberger Geschäfte, Gärten und öffentliche Plätze. Die Reihe konnte jedoch in diesem Jahr nicht fortgesetzt werden. In Anerkennung ihrer Idee und deren wiederholt erfolgreichen Umsetzung wurden die Organisatoren Anne und Uli Hoerder im Jahre 2019 mit dem Otto-Ubbelohde-Preis als höchstem Kulturpreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf geehrt.

Diese vier Kunstschaffende, die mit unterschiedlichsten Ideen und Materialien arbeiten wurden für die Veranstaltung gewonnen: Ismaila Diouf kam 2010 aus dem Senegal nach Deutschland. Im Senegal lernte er Malerei und Batik, sowie die Herstellung von Farben für die Malerei aus natürlichen Pigmenten. Elisabeth Friedrich verbrachte zehn Jahre in Zimbabwe und Südafrika. Seither unterstützt sie mit ihren Schmuck-Ausstellungen eine Frauenorganisation in Inchanga, bei Durban an der südafrikanischen Ostküste, Geneviève Hoareau-Lehmann („GHL“), gebürtige Französin, lebt seit 2016 in Deutschland. Nach intensiven Erfahrungen als Theaterregisseurin, -autorin und Schauspielerin wendet sie sich der Bildhauerei zu, Kornelia Wack-Wattenbach studierte berufsbegleitend Malerei und Grafik und lebt in Biebertal. Seit mehreren Jahren schon stellt sie ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vor.

Weitere Informationen zur Ausstellung : www.rauschenale.de.