Neues Dach und “Spaceball“ für die Kids

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Wenn die Kids begeistert sind, haben auch Dr. Christina Schmahl und Michael Jirschim gut lachen. Auf dem Schulhof der Regenbogenschule sind auch bereits die ersten zwei Kids im Netz unterwegs.

Mit dem weiteren Öffnungsschritt des Schulbetriebs am 25. Mai besuchte die erste Kreisbeigeordnete und Dezernentin für Schule und Bauen, Dr. Christiane Schmahl die Pohlheimer Regenbogenschule, um die dort durchgeführte Dachsanierung und den neuen „Spaceball“ auf dem Schulhof in Augenschein zu nehmen.

Denn das 50 Jahre alte Flachdach auf dem Verwaltungstrakt und den Fachräumen war über die Jahre stark verwittert und wiederholt undicht, sodass es durch ein geneigtes Pultdach mit außenliegender Entwässerung nun ersetzt wurde. In den Herbstferien 2020 hatten die Sanierungsmaßnahmen mit dem Abriss des alten Flachdaches begonnen. Im Zuge der Sanierung erfolgte ein neuer Dachstuhl, mit Aluminium-Profilblechen, Dämmungen der Geschossdecken, neue Blitzschutzanlage und Außenputzsanierung, die im Dezember 2020 abgeschlossen wurden. Die Investitionskosten betrugen 414.000 €.

Am Bauprojekt waren beteiligt: Burk Gerüstbau GmbH (Rabenau), Carl Freitag GmbH (Gießen), B. Lösing GmbH (Legden), Schuchardt GmbH (Grebenhain) und WKS GmbH (Biedenkopf).

Wie von Dr. Schmahl zu hören war, wird auch die Dachsanierung im Klassentrakt ein Pultdach erhalten, auf dem dann noch eine Photovoltaikanlage im Betrieb gehen soll. Hier befindet man sich derzeit in der Ausschreibungsphase. Als Baubeginn stehen die Sommerferien 2021 im Projektplan. Im Zuge weiterer Entwässerungsarbeiten ist auch ein barrierefreier Zugang über eine Rampenanlage in Planung.

Für die ca. 200 Grundschüler der Regenbogenschule war jedoch der vier Meter Durchmesser hohe „Spaceball“, ein dem Brüsseler Atomium ähnelnder Gerüstbau mit eingesetztem Kletternetz und dem gepolsterten Fallschutzboden die besondere Attraktion. Denn hierin können die Kids nun in den Schulpausen umherklettern und damit für „mehr Bewegung“ auf dem Schulhof sorgen, so Konrektor Michael Jirschim. Er äußerte sich zudem hoch erfreut, dass sein Schul-Förderverein dieses Projekt mit 9500 Euro unterstützt habe, wodurch die Gesamtkosten von 36.500 € erheblich abgemildert wurden.

Den Löwenanteil der 9.500 Euro Spende hatten Schüler der Klassen vier bereits 2019 bei einem Sponsorenlauf eingesammelt und sich dann beim Landkreis Gießen im Förderprogramm „Bewegung auf den Schulhof“ beworben.

An diesem Beispiel wird auch noch einmal deutlich, wie kurz doch die vierjährige Verweildauer in der Grundschule ist. Denn alljährlich verlassen 25 % der Schüler ihre lieb gewonnene Regenbogenschule und müssen dabei die von Ihnen angeschobenen und mitfinanzierten Projekte, wie im vorliegenden Fall, den nachrückenden Jahrgängen überlassen.

Ein sozialpädagogischer Lerneffekt aus dem Grundschulbereich, der für viele Situationen im späteren Leben „Schule machen“ sollte!

Günther Dickel
Seit November 2012 als Bürgerreporter über 600 Beiträge in der GZ veröffentlicht. Stand: 30.03.2021