Mädchen-Fußballerinnen spenden

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Lollarer Mädchen-Fußballerinnen spenden für Hospizeinrichtungen

Die Mädchen-Fußballerinnen der SV Eintracht 1920 Lollar e.V. haben dem stationären Hospiz Haus Samaria und dem Hospiz-Verein Gießen e.V. je 250,00 EURO gespendet. Der Einrichtungsleiter vom Haus Samaria, Herr Peter Weissner und der Vorsitzende des Hospiz-Vereins Gießen, Herr Erwin Kuhn haben die Spenden dankend von den Fußballerinnen und ihrem Trainer, Herrn Aysun Cakar entgegen genommen.

Die Fußballerinnen spielen in der C- und in der D-Klasse. Sie sind nicht nur begeisterte Fußballerinnen, sondern fallen auch durch ihre  regen Engagements zugunsten gemeinnütziger Einrichtungen auf. Für ihre Aktion zugunsten von Haus Samaria und dem Hospiz-Verein versteigerten die Mädchen ein Trikot des 46er Basketball-Teams. Da kann sich schon einmal die Frage stellen, wie machen das die Mädchen in einer Zeit, die durch die Pandemie bestimmt wird. Wie nicht anders zu erwarten, sie nutzen die digitalen Kommunikationsmöglichkeiten. So fand die Versteigerung via Facebook statt.

Die Pandemie trifft die Mädchen hart. Viel härter als man es vordergründig vermuten könnte. Kein Training und auch jahrgangsbedingt keine Schule. Diese Lebensumstände bringen Vereinsamung mit sich und behindern die Entwicklung der Mädchen. Hier zeigen sich Parallelen zu Erfahrungen in der Hospizarbeit. Hier trifft die Pandemie auf Menschen, die auf ihrem letzten Lebensweg häufig alleine gelassen werden.

Auch wenn es richtig ist, der Stabilität des Gesundheitswesens bei der Bekämpfung der Pandemie eine hohe Priorität beizumessen, ist die in der Pandemie gemachte Erfahrung aufzuarbeiten und die Frage zu beantworten, ob den Interessen junger Menschen im Hinblick auf die verordneten Einschränkungen hinreichend Rechnung getragen wurde.

Text: Erwin Kuhn (Vorsitzender Hospiz-Verein Gießen e.V.)