Neues aus der Wilden Ecke- Meister der Tarnung brauchen kein Netz

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Es wird richtig Frühling. Nach den letzten kälteren Tagen kommt Regen und Wärme. Man kann das Gras förmlich wachsen sehen. In der wilden Ecke kann man viele Insekten Beobachten. Die Jagt der veränderlichen Krabbenspinne zu sehen ist schon interessant. Das Tier ist ein echter Tarnungsprofi. Sie kann ihre Farbe dem Untergrund anpassen. Das Farbenspiel reicht von Grau, Braun über Gelb, Grün bis Weiß. Diese Spinnen brauen keine Netze. Sie lauern in Blüten oder auf Blättern ihrer Beute auf. Kommt das Beutetier zu nahe, schlägt die Spinne zu. Die Beutetiere sind Fliegen, Käfer und kleinere Raupen. Dabei kann das Beutetier durchaus Größer sein als die Krabbenspinne. Neben der Krabbenspinnen ist auch die Listspinne wieder aktiv. In den gelben Blüten des Löwenzahnes finden sich viele verschiedene Insekten. Gelbe Blüten sind wie Insektenmagnete. Besonders auffallend war der Trauerrosenkäfer und eine sehr zierliche Wespenart, die ich nicht bestimmen kann. Sie hat rote Beine und einen gelben Punkt auf den Körper. Langsam kommen die kleinen blauen Blüten des Vergissmeinnicht dazu. Die Margeriten und das Schöllkraut sind kurz davor ihre Blüten zu öffnen. In den Hecken besticht das frische Grün der Blätter. Sie bieten den Vögeln und kleinen Säugetieren Schutz. Mit etwas Glück kann man auch die Babys des Feldhasen beobachten. Durch ihr Fell sind die Kleinen ebenfalls gut getarnt. Wenn ihr sie entdeckt habt, bitte nicht anfassen. Für Hasen ist es ganz normal sich flach auf den Boden zu drücken und stillzusitzen, wenn Gefahr im Anmarsch ist. Feldhasen flüchten erst im letzten Moment, wenn der Jäger schon fast neben ihnen steht. Auf diese Art und Weise werden die sportlichen Tiere oft übersehen. Ihnen geht es gut. Die Häsin kommt in regelmäßigen Abständen zum Säugen. Die Künstlerin Natur beginnt nun kräftig in die Farbtöpfe zu greifen. Versucht es doch auch einmal. Greift zu Pinsel und Farbe und lasst euch von den Blüten des Frühlings inspirieren.

Feldhasenbaby auf dem Parkplatz bei der Wilden Ecke
Feldhasenbaby duckt sich und bleibt still sitzen

Trauerrosenkäfer
Immergrün
Nicole Freeman
Berufstätiger Familienmensch,humorvolle Romantikerin. Seit neustem Autorin. Meine Themen - Naturschutz und Geschichte sowie Wandern. https://publish.bookmundo.de/books/212940/

5 KOMMENTARE

    • Fühler und Beine röt-, gelblich, das geht in die Richtung Wespe, bei längeren Hinterbeinen könnte es eine Feldwespe sein. Das kann man trotz der erfolgreichen Vergrößerung nicht so genau sehen, zumindest in meinem Insektenbuch, geht es in diese Richtung!

      Die Französische Feldwespe konnte ich beim Überwintern in einem Nistkasten bei mir zuhause sehen, die waren aber auch schon sehr früh im Frühjahr unterwegs. Es gibt da noch eine kleinere Art, die Zierliche Feldwespe, die konnte ich noch nicht so bewußt sehen!