Eikos e.V. und Lebenshilfe Gießen starten neues Projekt zugunsten von Menschen mit Behinderung in Uganda

87
Zur Projektarbeit von Eikos e.V. und der Lebenshilfe Gießen zählen auch die Verteilung von Hilfsmitteln, z.B. in Form von Rollstühlen, an Menschen mit Behinderung in Uganda. (Foto: UAMH/IU)

Pohlheim/Kampala (-). Der Verein für Entwicklung, Inklusion und Kommunikation in Ost und Süd e.V. (EIKOS) und die Lebenshilfe Gießen setzen sich seit Jahren für Menschen mit Behinderung in Uganda, eines der ärmsten Länder der Erde, ein. Trotz der Corona-Pandemie haben beide wohltätige Organisationen ihr Engagement vor Ort nicht gedrosselt, im Gegenteil: Mit vielfältigen Aktivitäten startete EIKOS, mit Unterstützung der Lebenshilfe, im vergangenen Oktober das Projekt „Auf- und Ausbau des Selbsthilfepotenzials junger Menschen und ihrer Familien in ländlichen Gebieten Ugandas.“

Worum es bei diesem Projekt, das vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziell subventioniert wird, konkret geht, erklärt EIKOS-Vorsitzender Harald Kolmar: „Im Grundsatz befassen wir uns mit der sogenannten gemeindenahen Rehabilitation (CBR). Das heißt, dass wir mit diversen Aktivitäten – die bis Ende 2021 durchgeführt werden sollen – in drei verschiedenen ländlichen Regionen Ugandas unterwegs sind, um einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der prekären Lebensbedingungen, der medizinischen Versorgung sowie der Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen und ihren Familien zu leisten.“

In Ost-Uganda entstehen aktuell kleinere Gebäude, die als Beratungs- und Schulungszentren für Menschen mit Behinderung und ihre Familien dienen sollen. (Foto: UAMH/IU)

Unter anderem, so Kolmar, werden in Kooperation mit einem ortsansässigen Projektpartner kleinere Gebäude in der Region Kagumu (Ost-Uganda) errichtet, die als Beratungs- und Schulungszentren für Menschen mit Behinderung und ihre Familien dienen sollen.

Eine Selbsthilfegruppe ist aktuell dabei eine Schweinezucht als Erwerbsmöglichkeit für Menschen mit Behinderung und ihre Familien aufzubauen. (Foto: UAMH/IU)

„Ein wichtiger Schwerpunkt des Projekts ist es, bis zu 60 Selbsthilfegruppen von Familien mit behinderten Angehörigen aufzubauen, die jeweils bis zu zehn Familien umfassen. So sollen beispielhaft verschiedene Bereiche etwa wie Fischzucht, Tierhaltung, Reisanbau und Handwerk zur Schaffung von Einkommensmöglichkeiten entwickelt und hierbei junge Menschen mit Behinderung aktiv einbezogen werden, wobei sogenannte CBR-Worker und freiwillige Helfer helfend mitwirken. Diese Möglichkeiten sollen später in dem neuen Beratungszentrum vorgestellt werden und dadurch auch Impulse für andere Landesteile setzen“, skizziert Harald Kolmar eine wesentliche Zielsetzung.

Bis dato kann Harald Kolmar ein positives Zwischenfazit ziehen: „Es sind bereits über 25 Selbsthilfegruppen entstanden, auch die Beratung und die Hilfe vieler Familien schreitet gut voran. Wir hoffen, dass wir mit Hilfe unseres Projektpartners, aber auch der zuverlässigen Unterstützung der Lebenshilfe Gießen bis Jahresende rund 300 Menschen mit Behinderung und ihre Familien in ihrem unmittelbaren Lebens- und Wohnumfeld unterstützen können.“

Wer das Engagement von Eikos e.V. und der Lebenshilfe Gießen in Uganda finanziell unterstützen möchte, dem steht ein Spendenkonto zur Verfügung (Inhaber: Eikos e.V. |Bank: GLS Bank | IBAN: DE41 4306 0967 4080 4273 00 |Zahlungsbetreff: „Hilfe für Uganda“). Weitere Informationen unter https://eikos.global.