Hundesohn. Lesung und Gespräch mit Ozan Zakariya Keskinkiliç

Am Dienstag, den 8.12., um 19 Uhr, begrüßen wir Ozan Zakariya Keskinkılıç mit seinem Romandebüt.
Zeko ist Mitte zwanzig, schwul, Muslim und lebt in Berlin. Mit Männern trifft er sich in Cafés, vor Moscheen und auf Dating-Apps, sein Herz hat er jedoch in der Türkei verloren. Jeden Sommer kehrt er in die dreitausend Kilometer entfernte Stadt Adana zurück, um seine Familie zu besuchen. Und Hassan – jenen schönen Mann, den Zeko kennt, seit sie beide noch Kinder waren. Der nach Orangen und Salz riecht. Den sein Großvater immer nur »Hundesohn« nennt. Nun sind es nur noch neun Tage, bis Zeko Hassan endlich wiedersehen kann. Noch acht. Noch sieben… Während Zeko mantraartig die Zeit herunterzählt, seinen Alltag in Kreuzberg lebt, dabei in Erinnerungen schwelgt und sich nach Hassan verzehrt, drängt ein Gedanke immer heftiger an die Oberfläche: Dieser Besuch wird alles ändern.
Ozan Zakariya Keskinkılıç (*1989 in Hessen) studierte Politikwissenschaften in Wien, Berlin und Cambridge. Seine Texte beschäftigen sich mit antimuslimischem Rassismus, Begehren und Religion und wurden in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht sowie in mehrere Sprachen übersetzt. Für sein Romandebüt Hundesohn wurde er 2025 mit dem ZDF-aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Im Rahmen der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt wurde er mit dem Deutschlandfunk-Preis ausgezeichnet.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Gießen statt und wird gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Veranstaltung findet im Hermann-Levi-Saal (Konzertsaal im Rathaus, Berliner Platz 1, 35390 Gießen) statt. Der Zugang zur Veranstaltung ist rollstuhlgerecht.
Der Eintritt kostet 6€, ermäßigt 4€ und ist für LZG-Mitglieder frei. Der Abend wird von Diana Hitzke (LZG) moderiert.
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