Initiative „Sanieren statt planieren!“ reagiert auf Baumfällungen

Das neue Großtransparent an der Wieseck zwischen Buseck und Reiskirchen (Foto: privat)

 

Die Initiative „Sanieren statt planieren!“ hat mit einem Zitat des UN-Generalsekretärs Antonio Guiterrez auf die Baumfällungen für die B49-Umgehung durch die Jossolleraue reagiert: “Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle”, sagte dieser schon 2022 zum Auftakt der Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh. Diese eindringliche Mahnung prangt nun auf einem Groß-Transparent in der Nähe der für den Bau der Umgehungsstraße Reiskirchen gefällten Bäume. Es ist von der Vogelsbergbahn und dem Hessischen Fernradweg R7 aus nicht zu übersehen.

Unter dem Zeichen der in der Jossolleraue (noch) lebenden Goldammer warnt die Initiative vor weiterer Flächenversiegelung, dem Verlust landwirtschaftlicher Flächen und der Zerstörung von Ökosystemen. Statt eines Straßenneubaus schlägt die Initiative kostengünstigere und ökologisch-verträgliche Maßnahmen zur Entlastung der verkehrsgeplagten Menschen vor: Verbesserung des ÖPNV, Tempolimits u.a.

Auf den von Landwirten zur Verfügung gestellten Strohballen hing seit Sommer 2024 ein Großplakat mit der Botschaft „Vogelsbergbahn ausbauen! Keine Umgehungsstraße!“.

Die Initiative engagiert sich im Landkreis Gießen vor allem gegen diesen Straßen-Neubau und fordert stattdessen, die Ressourcen für die Sanierung der vorhandenen Infrastruktur und den Ausbau der Bahn einzusetzen. Sie fühlt sich bei ihrem Engagement aktuell auch durch den diesjährigen Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Philippe Sands ermutigt. Dieser kämpft für die Anerkennung des Ökozid als internationalem Straftatbestand, damit die Zerstörung von Ökosystemen unter Strafe gestellt werden kann.