
Allendorf/Lumda-Nordeck. Rund 22 Meter ragt der Bergfried der Burg Nordeck in die Höhe. Wer beim Tag des offenen Turms am Freitag, 25. September, die steilen Treppen hinaufstieg, wurde mit einem weiten Blick über den Ort und die frühherbstliche Landschaft belohnt. Zum ersten Mal seit Jahren war der Turm wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Große und kleine Gäste nutzten die Gelegenheit zum Aufstieg.
Initiiert hatten den Aktionstag die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Burg Nordeck und Allendorfs Bürgermeister Sebastian Schwarz. Auch im Burghof ließ sich der Nachmittag genießen: Bei Flammkuchen aus dem Holzofen saßen die Gäste in gemütlicher Atmosphäre zusammen und kamen miteinander ins Gespräch.
Die Burg prägt seit Jahrhunderten das Bild von Nordeck. Sie wurde vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet und diente später unter anderem der Kontrolle der Straße von Mainz nach Amöneburg. Der runde Bergfried, die Schildmauer und Teile der Burgkapelle sind bis heute erhalten. Heute betreibt die proLiberi gGmbH, eine Tochtergesellschaft der Lebenshilfe Gießen, auf der Burg eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung.
Der Turmaufstieg diente zugleich einem guten Zweck: Spenden wurden für Freizeitaktivitäten der dort lebenden jungen Menschen und für einen Weihnachtsbaum aus Metall gesammelt, der künftig auf dem Turm stehen soll. „Es war schön zu sehen, wie viele Menschen die Burg besucht und den Blick vom Turm genossen haben“, sagte Einrichtungsleiterin Ulrike Stolze. Eine weitere Öffnung könne sie sich gut vorstellen: „Das wäre ein schöner Gedanke. Ob und wie wir das regelmäßig ermöglichen können, müssen wir noch schauen.“
Ein weiteres Wiedersehen auf Burg Nordeck ist bereits angekündigt: In der Adventszeit, am 16. Dezember, soll dort wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden. Informationen zur Einrichtung und zu ihren Veranstaltungen gibt es unter www.lebenshilfe-giessen.de/tochterunternehmen/proliberi-burg-nordeck.










