Welttag der Patientensicherheit: Mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung sicher durch den Alltag

Dr. Akinci - Welttag der Patientensicherheit

Wie eine gute und verlässliche Versorgung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Lebensqualität schaffen kann

Bauchschmerzen, Durchfälle, Erschöpfung und immer wieder die Sorge vor dem nächsten Schub: Für Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) kann der Alltag von vielen Unsicherheiten geprägt sein. Umso wichtiger ist eine medizinische Versorgung, die nicht erst dann greift, wenn die Beschwerden besonders stark werden, sondern Betroffene langfristig begleitet.

Der Welttag der Patientensicherheit am 17. September steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben!“. Die Gastroenterologie des St. Josefs Krankenhauses Balserische Stiftung zeigt, welche Bedeutung eine verlässliche und gut abgestimmte Versorgung für Menschen mit CED haben kann.

Sicherheit entsteht durch Vertrauen und regelmäßige Betreuung
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verlaufen häufig in Schüben. Beschwerden können sich verändern, Therapien müssen angepasst und mögliche Komplikationen frühzeitig erkannt werden. Für Betroffene bedeutet das, dass eine kontinuierliche medizinische Begleitung eine wichtige Grundlage für Sicherheit und Lebensqualität ist.

„Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist es besonders wichtig, die Menschen langfristig zu begleiten und nicht nur den akuten Schub zu
behandeln“, erklärt Dr. Ahmet Akinci, Chefarzt der Inneren Medizin und Intensivmedizin sowie Ärztlicher Direktor des St. Josefs Krankenhauses Balserische Stiftung. „Regelmäßige Kontrollen, eine verständliche Kommunikation und eine Behandlung, die an die individuelle Situation angepasst wird, können dazu beitragen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und unnötige Unsicherheiten zu vermeiden.“

Dabei spielt auch die Information der Betroffenen eine wichtige Rolle. Wer die eigene Erkrankung besser versteht und weiß, auf welche Veränderungen er achten sollte, kann gemeinsam mit dem Behandlungsteam schneller reagieren. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patienten und Behandlungsteam schafft dafür die notwendige Grundlage.

Veränderungen frühzeitig erkennen
Eine sichere Versorgung bedeutet bei einer chronischen Erkrankung auch, mögliche Veränderungen im Krankheitsverlauf aufmerksam zu beobachten. Je nach individueller Situation können regelmäßige Untersuchungen notwendig sein, um Entzündungsaktivität zu kontrollieren, Therapien zu überprüfen und mögliche Komplikationen rechtzeitig zu erkennen. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Betroffenen einen Weg zu finden, mit dem die Erkrankung möglichst wenig Einfluss auf den Alltag nimmt“, so Dr. Akinci. „Dazu gehört auch, Beschwerden ernst zu nehmen und bei  Veränderungen frühzeitig zu reagieren.“

Wenn Gastroenterologie und Chirurgie zusammenarbeiten
Nicht jede CED lässt sich allein medikamentös kontrollieren. Bei bestimmten Krankheitsverläufen können operative Eingriffe notwendig werden. Umso  wichtiger ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten medizinischen Fachbereichen. Am St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung arbeiten Gastroenterologie und Allgemein- und Viszeralchirurgie bei der Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen eng zusammen. Dadurch können medikamentöse und operative Behandlungsmöglichkeiten gemeinsam betrachtet und individuell abgewogen werden.
Für Betroffene bedeutet das eine Versorgung, bei der unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zusammengeführt und auf die persönliche Situation
abgestimmt werden können.

Für ein gutes Leben trotz chronischer Erkrankung
Der Welttag der Patientensicherheit lenkt damit den Blick auf einen wichtigen Aspekt chronischer Erkrankungen: Sicherheit entsteht nicht allein durch moderne Medizin und sorgfältige Behandlung. Sie entsteht ebenso durch Vertrauen, gute Kommunikation, regelmäßige Betreuung und eine Versorgung, die den Menschen und seine Lebensqualität im Blick behält.

„Eine chronische Erkrankung sollte möglichst nicht das gesamte Leben bestimmen“, sagt Dr. Akinci. „Unser Anspruch ist es, Menschen mit CED medizinisch verlässlich zu begleiten und ihnen die Sicherheit zu geben, ihren Alltag möglichst selbstbestimmt gestalten zu können.“
Damit wird Patientensicherheit zu einem langfristigen Versprechen: Erkrankungen gut behandeln, Risiken frühzeitig erkennen und gemeinsam dafür sorgen, dass trotz chronischer Erkrankung ein möglichst gutes Leben möglich bleibt.