„Reisen mit Herz“ – eine Mitmachmöglichkeit bei GAiN – Teilnehmende berichten

Das Mitmachhilfswerk GAiN mit Sitz in Gießen bietet im Rahmen von Gruppenreisen Interessierten an, sich einzelne Projekte persönlich anzuschauen, selbst einzutauchen in die Arbeit der Partner in verschiedenen Ländern und ein eigenes Bild zu bekommen, wie humanitäre Hilfe aussehen kann. Die Reisenden können Menschen in herausfordernden Lebenssituationen begegnen und erleben, wie Hoffnung wieder neu aufblüht, Familien neue Perspektiven und Mut für ihre Zukunft erhalten.Eine Teilnehmerin fasste ihre Reise nach Armenien als „Urlaub mit Sinn“ zusammen.

Maria hatte vor zwei Jahren an ihrem Geburtstag für das Armenienprojekt von GAiN Spenden gesammelt und wollte jetzt mit eigenen Augen sehen, was es mit der Arbeit dort auf sich hat. Als sie von dieser Reise erzählt, schwärmt sie „von einer richtig guten Reisegemeinschaft“, von herzlicher Gastfreundschaft und tollen Begegnungen mit den Menschen in diesem kleinen Land an der Grenze zwischen Europa und Asien. Und zugleich ist sie betroffen, wie viele Menschen auf sehr engem Raum klarkommen müssen, während sie in Deutschland alleine in einer Zwei-Zimmer-Wohnung lebt: „Diesen Kontrast zu sehen, ist schon krass.“ Esther, die mit GAiN in Ungarn war, bestätigt: „Mir begegneten bittere Armut und schwere Schicksale. Und trotzdem verloren die Menschen nicht ihr Lächeln und ihre Dankbarkeit. Sie werden regelmäßig besucht, gesehen und nicht vergessen.“

Diese besonderen Reisen von GAiN beinhalten die Möglichkeit, in einer bis zu zwei Wochen die Projektländer mit ihrer Kultur und ihren Menschen kennenzulernen und einzelnen Familien durch Baueinsätze ein neues Zuhause zu schenken. Birgit, eine Teilnehmerin der Reise nach Ungarn, die zuvor mit GAiN schon in Lettland war, resümiert: „Ich mag diese Reisen, weil es Spaß macht, gemeinsam als Team anderen zu helfen. Es ist unbeschreiblich bewegend zu erleben, wie sehr sich die Familien, deren Haus renoviert wurde, darüber freuen.“ Ein Plus sieht Birgit in der Nachhaltigkeit der Hilfe, „z.B. haben wir in diesem Jahr die Familie besucht, deren Haus vor zwei Jahren renoviert wurde und konnten sehen, wie  das Haus gepflegt wird und dass es der Familie gut geht.“

Maria sind die Besuche bei den Familien in Armenien in besonderer Erinnerung geblieben: „Einerseits die Schwere aufgrund der Lebenssituationen und andererseits, dass die Familien uns aufnehmen, wir zu Besuch kommen und Gäste sein dürfen.“ Auf die Frage, was sie von dieser Reise mitnimmt, sagt sie: „In mir hat sich so ein Mindset geformt, dass ich auf solchen Reisen selbst auch Lernende bin, weil das Leben woanders anders funktioniert. Es geht darum, Demut zu lernen und zu sehen, dass die eigene Kultur nicht automatisch die bessere sein muss. Mein persönliches Highlight war die Begegnung mit einer Dreijährigen, der ich ein paar Haarspangen geschenkt habe. Dadurch taute sie auf. Ich hatte das Gefühl, dass sie das brauchte, dass jemand besonders sie wahrnimmt.“

Momentan sind Reisegruppen in der Republik Moldau und Rumänien unterwegs. Im Oktober steht noch eine „Reise mit Herz“ nach Uganda an. Für Interessierte, die langfristig planen wollen, gibt es auf der Homepage von GAiN schon die Gruppenreisetermine für 2027, wenn man nach Ungarn, Armenien, Lettland oder nach Uganda reisen will.

Die humanitäre Hilfsorganisation GAiN leistet Katastrophenhilfe, langfristige Nothilfe und Hilfe zur Selbsthilfe und trägt dazu bei, dass die Ärmsten und Benachteiligten der Welt, die sich nicht selbst helfen können, eine neue Perspektive für ihr Leben und Hoffnung für ihre Zukunft gewinnen. Spendenkonto Global Aid Network (GAiN): Volksbank Mittelhessen, IBAN DE88 5139 0000 0051 5551 55, BIC VBMHDE5F.

Weitere Infos zu GAiN gibt es unter www.gain-germany.org