Was bleibt von drei Tagen, wenn man wieder zurück im Alltag ist? Oft sind es nicht die einzelnen Programmpunkte, sondern Begegnungen, Bilder und besondere Momente, die bleiben.
Vom 26. bis 27. März und vom 17. bis 19. Juni 2026 machten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mittleren Führungsebene des St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung gemeinsam mit Geschäftsführer Andreas Leipert und Schwester Oberin Monika auf den Weg. Die Quellentage bestanden aus zwei Modulen und führten die Gruppe zunächst nach Bühl und später ins Elsass. Dabei ging es um die Geschichte und die Wurzeln der Kongregation, um das eigene Träger- und Krankenhausleitbild und vor allem darum, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Ankommen, kennenlernen, verstehen
Das erste Modul führte die Gruppe vom 26. bis 27. März nach Bühl ins Kloster. Im Mittelpunkt stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Krankenhauses – eine bunt gemischte Gruppe mit verschiedenen beruflichen und kulturellen Hintergründen.
Sr. Franziska Ferstl und Sr. Sofie Lex stellten das Leben von Mutter Alfons Maria Eppinger und die Geschichte der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser vor. Dabei ging es auch um die Verbindung zur Balserischen Stiftung und die Wurzeln des Krankenhauses.
Im weiteren Verlauf setzte sich die Gruppe mit dem Träger- und Krankenhausleitbild auseinander. Eine Klosterführung, der Austausch mit den Ordensschwestern und ein gemeinsamer Abend in der alten Backstube sorgten dafür, dass aus Kolleginnen und Kollegen schnell eine Gemeinschaft wurde.
Knapp drei Monate später, vom 17. bis 19. Juni, folgte das zweite Modul – und damit der besondere Höhepunkt der Quellentage.
Auf den Spuren von Mutter Alfons Maria Eppinger
Diesmal führte die Reise ins Elsass, ins Kloster Oberbronn. Gemeinsam mit Schwester Oberin Monika, Dr. Michael Hitzschke, Hauptgeschäftsführer der TGE, und Andreas Leipert, Geschäftsführer des St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung, begab sich die Gruppe auf die Spuren von Mutter Alfons Maria Eppinger, der Gründerin der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser.
Von Oberbronn aus ging es zunächst mit dem Auto nach Niederbronn, bevor der eigentliche Weg zu Fuß begann. Station für Station tauchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Leben der Ordensgründerin ein: ihr Geburtshaus, ihre Taufkirche, das Kreuz von Reichshofen, das Klösterle und die evangelische Kirche.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte der Weg zu Fuß zurück nach Oberbronn.
Es war ein besonderes Gefühl, genau dort zu stehen, wo Mutter Alfons Maria Eppinger geboren wurde, gelebt und gewirkt hat. Geschichte war plötzlich nicht mehr nur etwas, das man liest – sie wurde an diesen Orten spürbar.
Ein kleiner Moment machte dabei sichtbar, wie vielfältig die Gruppe ist: Im Gästebuch des Geburtshauses hinterließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Einträge – in sieben verschiedenen Sprachen.
Begegnungen, die bleiben
In besonderer Erinnerung blieb die Begegnung mit dem Generalrat der Niederbronner Schwestern. Die Schwestern erzählten von ihrer Arbeit und den verschiedenen Einrichtungen der Kongregation und gaben Einblicke in die heutige Arbeit der Ordensgemeinschaft.
Doch es waren nicht nur die Orte und Geschichten, die diese Tage besonders machten. Es waren vor allem die Menschen.
Die Gruppe setzte sich aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Krankenhauses zusammen. Trotzdem – oder gerade deshalb – wurde viel miteinander gelacht, diskutiert und erzählt. Es entstanden Gespräche, für die im normalen Arbeitsalltag oft wenig Raum bleibt.
Ein weiterer besonderer Moment war die Teilnahme an der Laudes, dem Morgengebet, in der Klosterkirche. Das Gebet wurde eigens für die Gruppe in verschiedenen Sprachen gestaltet. Französische und portugiesische Gesänge erfüllten die Kirche. Besonders bewegend war schließlich das Vaterunser, das einer der Oberärzte des Krankenhauses auf Aramäisch sang.
Auch die Begegnung mit den Schwestern selbst hinterließ bleibenden Eindruck. Ihre Offenheit, ihre Herzlichkeit und ihre spürbare Hingabe waren beeindruckend. Besonders Schwester Sofie begeisterte mit ihrer Lebensfreude, ihrer Offenheit und ihrer großen Lebensfreude.
Was bleibt?
Vielleicht ist es genau das, was die Quellentage ausmacht: Führung nicht nur als Aufgabe, sondern auch als Beziehung zu verstehen. Sich Zeit zu nehmen, einander zuzuhören, die eigenen Wurzeln kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Nach den gemeinsamen Tagen kehrte die Gruppe zurück in den Krankenhausalltag – mit vielen neuen Eindrücken, gemeinsamen Erinnerungen und vielleicht auch mit einem etwas anderen Blick auf die Menschen, mit denen man täglich zusammenarbeitet.
Denn manchmal beginnt gute Zusammenarbeit genau dort, wo man sich Zeit nimmt, einander wirklich kennenzulernen.





