Es gibt viel zu sehen – Vernissage der Werkschau der KuKuK-Kunsttage 2026

Am Samstag, 18. Juli, um 15.00 Uhr, wird die Werkschau der KuKuK-Kunsttage eröffnet. Präsentiert werden die Arbeiten von fast drei Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die zwischen dem 10. und 14. Juli in der Kunsthalle gearbeitet haben.

Die Vielfältigkeit des Aquarells hat Andrea Hupke de Palacio mit ihren Kursteilnehmerinnen durchgespielt anhand von floralen Motiven, aber auch abstrakten Formensprachen. So überrascht das Zusammenspiel von Farbe, Wasser und Papier, aber auch anderen Gestaltungsmaterialien über das klassische Aquarell hinaus.

Weiß spielte die Hauptrolle im Kurs von Gabriele Herlitz, der weitgehend in die Welt der Abstraktion führte. Im Ergebnis finden sich kleinere und größere Arbeiten aus Collagematerial, Acrylfarben, mit viel Weiß und Helligkeit, auch in seriellen Arbeiten über papierne Flächen oder auf Leinwand. Auch Ölpastellkreiden, Oilsticks, Aquarellstifte, Tuschen und Strukturpasten kamen zum Einsatz und brachten enorme Vielfalt und Stimmungen hervor.

Janina Harikumar führte ein in die Kunst der „Dot Art Mandalas“, das heißt in die farbfreudige Punktmalerei auf runden Holzscheiben, in denen große Leuchtkraft auch mit Lacken und Strasssteinen erreicht wird. Einig Beispiele sind in unserer Glasvitrine zu sehen.

Wie erreichten die alten Meister ihre ungewöhnlich realistischen Effekte in der Ölmalerei? Mark Harris führte ein in einige dieser grundlegenden Techniken und mit ihren heute neueren Materialien. Danach aber drehte sich alles um einen Apfel. Und man muss es so sagen. Die gemalten Äpfel sind zum Reinbeißen geworden.

Den Blick üben“ – Harald Kessler Rautenhaus hat mit Kollegen Experimente im Bereich Subjektiver Fotografie durchgeführt und zwar direkt in der Umgebung des KuKuK. Was gibt es dort zu sehen und wie muss man schauen, um es zu sehen? Die Ergebnisse werden im „Kunstkabinett“ mit repräsentativen Farbausdrucken an den Wänden wie auch mit einem Fotodurchlauf auf dem Fernsehbildschirm präsentiert.

In der Abteilung „Tiefdruck“ hat Elisabeth Jähnichen mit ihren Teilnehmerinnen wieder mit Kaltnadelradierung auf/mit Acrylplatten gearbeitet. Von der Blume bis zum Felsenland, vom Ornament bis zu abgedrehten Abstraktionen sind eingekratzten Zeichnungen in verschiedensten Farben und eher kleineren Formates entstanden. Zart ist hier Trumpf.

Im Bereich „Hochdruck“ haben die Teilnehmerinnen wieder mit Michael Ackermann im Handdruck gearbeitet. Statt Linoleum werden dort feiner Styroporplatten verwendet. Gefragt waren Linien- und flächenorientierte Motive – und die Ergebnisse sind vielfältig und variantenreich. Denn es gilt: Ob das Portal einer Kathedrale oder eine Baumbrache, ob Rabe oder Waldlichtung, ob Industriepanorama oder Venedig – jeder Druck auf schwarzem Karton ist ein Original. Eine geschnittene Platte: viele Möglichkeiten.

Im Schreibworkshop von Günter Wirtz haben sich die Teilnehmerinnen am letzten Tag der Kunsttage mit den Ergebnissen der Kurse beschäftigt, die die Halle schon prägten. Die Teilnehmer schreiben über ein selbst ausgewähltes Bild oder sonstige Eindrücke im KuKuK. Dabei geht es nicht um Bildbeschreibung, sondern eigene Gedanken und Gefühle. Die Texte werden in der Ausstellung den entsprechenden Bildern zugeordnet.

Die Werkschau im KuKuK ist noch am Sonntag, 19. Juli und am Samstag/Sonntag darauf jeweils von 15-18 Uhr in der KuKuK-Kunsthalle zu sehen.

Verein KuKuK Wettenberg
Kunst- Und Kulturkreis Wettenberg e.V. - in Zusammenschluss von Künstlern – Zweck: das kulturelle Angebot in der Region zu fördern und zu vergrößern.