Sicherer und länger zu Hause leben können durch Wohnraumanpassung

BeKo Gießen und Pflegestützpunkt informieren über Möglichkeiten zur Gestaltung eines altersgerechten Wohnumfeldes

Die vertraute Wohnung ist für viele Menschen weit mehr als nur ein Ort zum Leben. Sie bedeutet Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität. Treppen, Türschwellen oder ungeeignete Badezimmer können jedoch schnell zu Hindernissen werden. Umso wichtiger ist es, den Wohnraum rechtzeitig an veränderte Bedürfnisse anzupassen.

Die Beratungs- und Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen (BeKo) Gießen sowie der Pflegestützpunkt Landkreis Gießen informieren alle Interessierten über Möglichkeiten der Wohnraumanpassung und bestehende Förderangebote. Ziel ist es, pflegebedürftigen Menschen ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

„Viele Menschen verbinden Wohnraumanpassungen mit großen Umbauten. Tatsächlich können bereits kleinere Maßnahmen wie Haltegriffe im Bad, eine bessere Beleuchtung oder das Entfernen von Stolperfallen den Alltag deutlich vereinfachen“, erklärt Daniela Poppe, Beraterin der BeKo Gießen.

Die meisten älteren Menschen wünschen sich möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld wohnen zu bleiben. Wohnraumanpassungen tragen dazu bei, die Selbstständigkeit zu erhalten, Stürze zu vermeiden und Angehörige bei der Pflege zu entlasten.

Auch finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten stehen unter bestimmten Voraussetzungen zur Verfügung. Pflegekassen können beispielsweise Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gewähren.

„Viele Ratsuchende sind überrascht, welche Fördermöglichkeiten es gibt und wie vielfältig die Anpassungsmaßnahmen sein können“, berichtet Johanna Ruh, Beraterin des Pflegestützpunktes.

Neben baulichen Veränderungen können auch technische Hilfsmittel, Hausnotrufsysteme oder unterstützende Alltagshilfen dazu beitragen, die Sicherheit und Selbstständigkeit zu erhöhen.
„Unser gemeinsames Anliegen ist es, Menschen frühzeitig zu informieren und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie ihr Zuhause an veränderte Lebenssituationen anpassen können“, betont Daniela Poppe. „Denn ein barrierearmes Wohnumfeld ist ein wichtiger Baustein für Lebensqualität und Teilhabe im Alter und bei Pflegebedürftigkeit.“

Die BeKo Gießen und der Pflegestützpunkt bieten hierzu kostenfreie, unabhängige und vertrauliche Beratungen an. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Angehörige können sich direkt an die Beratungsstellen wenden.

Sie erreichen die beiden Beratungsstellen zu den üblichen Bürozeiten unter 0641 97 900 90 (BeKo) oder per Mail an seniorenberatung@beko-giessen.de sowie den Pflegestützpunkt 0641 480 117 20 oder per Mail pflegestuetzpunkt@landkreis-giessen.de. Zu den offenen Sprechzeiten Dienstag 9:00 – 12:00 Uhr und Mittwoch 13:00 – 16:00 Uhr kann man ohne Termin in der Kleinen Mühlgasse 8 in Gießen vorbeikommen. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich.

Die BeKo – Beratungs- und Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen – und der Pflegestützpunkt sind seit vielen Jahren zentrale und erste Anlaufstellen zum Thema Pflege in Stadt und Landkreis Gießen. Pflegebedürftige, Hilfsbedürftige und ihre Angehörigen erhalten umfangreiche Informationen, Beratung und Hilfestellung zum Thema Alltagsbewältigung, zur wohnortnahen Versorgung und Betreuung sowie zur Inanspruchnahme von Leistungen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der BeKo www.beko-giessen.de .