



„Die ehrwürdige Domfakultät von Fulda“
Auf der fünften Etappe der „Erinnerungen – Wege eines Pfarrers im Laufe von 60 Jahren“ starteten 21 Interessierte gemeinsam mit Pfarrer Norbert Heide am Bahnhof in Fulda, um die Wege während seines Studiums in Fulda zu erkunden.
Vom Bahnhof führte der Weg durch den Schlosspark zum Dom St. Salvador, dem Wahrzeichen von Fulda. Er wurde zwischen 1704 und 1712 erbaut als ehemalige Abteikirche des Fuldaer Klosters und ist gleichzeitig die Grabeskirche des heiligen Bonifatius. Hier gab Norbert Heide Impulse zu der Geschichte des verlorenen Sohnes, der alles hinter sich zurück ließ, nach Hause zurückkehrte und freudig vom Vater in den Arm genommen wurde. Als kleiner Junge fuhr Norbert Heide ab und zu mit seiner Oma nach Fulda und besuchte den Dom. Er kannte den Dom damals noch nicht und dachte sie gingen zum Einkaufen zum Toom, das mochte er gar nicht. Desto erfreuter war er, dann im Dom zu sein. Er fand es wunderbar. Wahrscheinlich wusste er schon damals, dass er einmal Pfarrer werden würde. Neben dem Dom befindet sich das ehemalige Priesterseminar und die Theologische Fakultät.
Weiter erfolgte der Anstieg zum Frauenberg. Hier leben und wirken seit fast 400 Jahren die Franziskaner im Kloster hoch über der Stadt. Bereits im Jahr 1237, gut 10 Jahre nach dem Tod des hl. Franziskus, kamen die ersten Franziskaner nach Fulda und siedelten sich dort an, wo sie über 300 Jahre blieben. Die Franziskaner in Fulda wollen heute gemeinsam mit der Bürgerstiftung antonius den Frauenberg als geistlichen Ort erhalten und gestalten. Es ist möglich, auf dem Frauenberg stille Tage oder Einzelexerzitien in Begleitung zu verbringen. Der idyllisch angelegte Garten lädt zum Verweilen ein.
Der nächste Anlaufpunkt war die Bonifatiuskirche in Fulda-Horas, die von 1881 bis 1885 im neugotischen Stil erbaut wurde. Auf dem Weg zur Christuskirche ging es am
Bonifatiusbrunnen vorbei.
Vor 2oo Jahren wurde die evangelische Gemeinde in Fulda gegründet. Dies wurde möglich durch das Ende der geistlichen Herrschaft im Jahr 18o3. Erbprinz Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau ermöglichte am 3. April 1803 den ersten evangelischen Gottesdienst im Oratorium Marianum der ehemaligen Universität Fulda. 1883 beschloss der Kirchenvorstand den Bau einer neuen Kirche. Am 24. Juli 1894 wurde der Grundstein der neugotischen Christuskirche gelegt, und am 1. Juli 1896 fand der erste Gottesdienst dort statt.[
Der Hexenturm in Fulda ist ein 14 Meter hoher Turm der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Der im 12. Jahrhundert erbaute Turm war Teil der inneren Stadtmauer und Teil des Nordtores. Tor und Turm grenzten die Stadt vom Klosterbezirk ab. Seinen Namen erhielt der Hexenturm zur Zeit der Hexenverfolgung als dort die vermeintlichen Hexen eingesperrt wurden. So diente der Turm mit seinem sechs Meter tiefen Verlies ab dem 17. Jahrhundert der Inhaftierung von Frauen.
Durch die Fuldaauen, ein bedeutendes Naturgebiet entlang der Fulda, vorbei an der Wiesenmühle – eine der ältesten Mühlen an der Fulda, wurde nach 8 km der Bahnhof erreicht.
Am Samstag, 27. Juni 2026 führen die Wege nach „Eckartshausen – zwischen Büdingen und Ronneburg“ (ca. 11 km). Treffpunkt 8.30 Uhr Schwedendorf Grünberg (Dekanat) oder 9 Uhr Büdingen-Eckartshausen/Ev. Kirche. Nähere Informationen bei Pfarrer Norbert Heide, Tel. 0173/9807029.



