
Pohlheim – Mit einem engagierten Blick auf die kommunale Infrastruktur hat der Bürgermeisterkandidat der Pohlheimer Allianz aus den Fraktionen der CDU, FREIE WÄHLER und FDP, Jörg Buß, beim Dorfrundgang in Holzheim seine Schwerpunkte sichtbar gemacht. Startpunkt war das Holzheimer Freibad, wo der Schwimmbadbeauftragte des Ortsbeirats, Ewald Seidler, Buß, den Ersten Stadtrat Christian Görlach und zahlreiche interessierte Bürger begrüßte. Seidler skizzierte die wechselvolle Geschichte des Beckens: 1960 als Feuerlöschteich mit den Maßen zehn mal zwanzig Meter errichtet, wurde es schon 1961 zum Freibad umgewidmet – eröffnet vom damaligen Holzheimer Bürgermeister Walter Georg Buß mit einem beherzten Sprung ins kühle Wasser.
Heute, 65 Jahre später, zeigt die Betonwanne deutliche Altersspuren. Bröckelnder Beton und Sanierungsbedarf erinnern an marode Brückenbauwerke – ein Bild, das dringlichen Handlungsbedarf unterstreicht. Bereits vor Jahren war aus Politik und Nutzerschaft der Vorschlag aufgekommen, das Becken mit einer langlebigen Kunststoffwanne zu ertüchtigen. Doch weil der Betrieb eines Freibads keine Pflichtaufgabe der Kommune ist, wartet die grundlegende Sanierung weiterhin auf den Startschuss.

Buß stellte dabei die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in den Vordergrund. Dank der sorgfältigen Arbeit des Schwimmbadvereins präsentieren sich Außenanlagen, Technik und Gebäude in gutem Zustand. In der Badeaufsicht wirken seit Jahren unter anderem Kerstin Schmitz und Erster Stadtrat Görlach mit. Besonders stolz ist das Team auf die vielen Kinder, die hier schwimmen lernen und ihr Seepferdchen ablegen. „Auch wenn es eine freiwillige Aufgabe ist: Der Erhalt des Holzheimer Freibads ist für unsere Gemeinschaft bedeutsam. Ich will den Schwimmbadverein materiell und finanziell im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten unterstützen“, betonte Buß am Beckenrand.

Im Anschluss verlagerte sich der Fokus auf die Verkehrsinfrastruktur im Ort. Beim Rundgang durch Holzheim wurde der Zustand der Straßen kritisch betrachtet; insbesondere ein Abschnitt der Gartenstraße benötigt zeitnah eine Erneuerung. Buß kündigte an, Prioritäten klar zu ordnen und Sanierungen planvoll anzugehen – mit Blick auf Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und zügige Umsetzung.

Schlusspunkt der Begehung war das rund 2,6 Hektar große Holzheimer Sportgelände. Dessen Zukunft ist derzeit offen, da der ansässige Verein seine künftige Heimspielstätte noch nicht final festgelegt hat. Buß sieht hier die Stadt in einer moderierenden Rolle: „Wir brauchen für den Sportplatz eine tragfähige Lösung, die Vereinbarkeit von Vereinsinteressen, Flächennutzung und Finanzierung gewährleistet. Das verlangt eine klare Strategie und Gespräche auf Augenhöhe.“

Mit seinem Dorfrundgang setzte Jörg Buß sichtbare Signale: Respekt vor gewachsenem Ehrenamt, praktische Lösungsorientierung bei freiwilligen Aufgaben wie dem Freibad und konsequente Priorisierung bei Straßen und Sportinfrastruktur. In Holzheim möchte der Kandidat damit eine Linie verfolgen, die Bewährtes stärkt, Engpässe behebt und die Lebensqualität im Stadtteil nachhaltig sichert.



