Landfrauen besuchten den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen

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Im ehemaligen Notaufnahmelager für Geflüchtete in Gießen befindet sich eine Dauerausstellung, in der sich jüngste deutsche Geschichte widerspiegelt.

Diese haben nun vor Kurzem Landfrauen aus Allendorf (Lumda) besucht.

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Die Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg wurden zunächst in einfachen Baracken untergebracht. In späteren Jahren wurden nach und nach Steingebäude für die Unterbringung der immer zahlreicher werdenden DDR-Flüchtlinge und Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion gebaut. Bis vor einigen Jahren erhielten hier auch Asylsuchende aus aller Welt ihre erste Aufnahme.

Die Ausstellung berichtet von Flucht und Neubeginn in vielen Medienstationen, zahlreichen Exponaten und hunderten Fotos.

Den Besuchern werden so die persönlichen Lebenswege der geflüchteten Menschen erlebbar gemacht. Es werden Schicksale, erfreuliche und auch weniger erfreuliche, eindrucksvoll dokumentiert. Äußerst interessant war, dass zwei Besucherinnen zu ihrer Überraschung Personen, die in der Ausstellung benannt werden, sogar persönlich kannten. Letztendlich gab Frau Dr. Johanna Gaiser, die Gästeführerin, die ganz besondere Geschichte um den ausgestellten Trabi zum Besten, die aber hier nicht verraten wird!

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Die Ausstellung ist unbedingt ein Besuch wert. Der Eintritt ist kostenlos. Lediglich eine Führung, wenn man sie bucht, muss bezahlt werden.

Nach der einstündigen Führung konnten sich die Landfrauen je nach Interesse einzelne Stationen genauer anschauen. Mit sehr vielen bleibenden Eindrücken und neu Erlerntem machte sich die Gruppe anschließend auf den Weg in ein Restaurant in der Nähe des Bahnhofs um den eindrucksvollen Nachmittag Revue passieren und bei gutem Essen ausklingen zu lassen.