Der Titel „Bund prüft Pilotvorhaben für Magnetschwebebahn im Lumdatal“ ist ein Aprilscherz.

Und gerade deshalb funktioniert er so gut: Er hält uns den Spiegel vor. Denn im 21. Jahrhundert – im digitalen Zeitalter, in dem China und Japan längst Hochgeschwindigkeitsnetze bauen, während bei uns Genehmigungsverfahren Jahre dauern – klingt selbst eine realistische Zukunftstechnologie sofort wie Satire.

Eine Magnetschwebebahn auf eigener Trasse zwischen Metropolen wie München, Berlin, Frankfurt oder Hamburg wäre technisch längst machbar: schnell, leise, modern und unabhängig vom alltäglichen Bahnchaos.

In anderen Ländern wären solche Projekte bereits realisiert – hierzulande wirken sie wie Zukunftsmusik.

Genau darin liegt die Pointe: Nicht die Magnetschwebebahn ist der Witz, sondern die Tatsache, dass man sie in Deutschland reflexartig für einen hält.

Der Aprilscherz trifft damit einen wunden Punkt – und hat zugleich einen überraschend hohen Wahrheitsgehalt.