Das Aktionsbündnis „Biebertal für Vielfalt und Demokratie“ hatte zum Konzert in den großen Saal des BGH Rodheim eingeladen und fast 200 Besucherinnen und Besucher waren gekommen und begeistert. Co-Sprecher Thomas Prochazka begrüßte die Konzertbesucher. Er wies darauf hin, dass der Termin zwei Wochen vor der Kommunalwahl ein guter Anlass wäre, um mit dem Konzert ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie zu geben.
Zwar gibt es glücklicherweise in Biebertal keine Liste einer extremen Partei, die sich zur Wahl stellt. Aber nicht nur die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte werden am 15.3. gewählt, sondern auch der Kreistag. Und hier stellt sich eine Partei zur Wahl, die in Hessen als rechtsextremer Verdachtsfall gilt. Deshalb wollte das Aktionsbündnis nicht nur ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie geben, sondern auch gegen Rassismus und gegen Fremdenfeindlichkeit.
Das 15-köpfige Multikulturelle Orchester aus Gießen bot einen wirklich eindrucksvollen musikalischen Nachmittag mit inhaltlichem Tiefgang und großer musikalischer Bandbreite. Es wurden griechische, hebräische, jiddische, kurdische und türkische Lieder gespielt und dazu gekonnt gesungen. Den Abschluss bildete ein von Orchesterleiter Georgi Kalaidjiev selbst komponiertes bulgarisches Stück. Und weil die Besucher:innen so begeistert applaudierten, gab es als Zugabe einen traditionellen jiddischen Tanz.
Mit dem sich anschließenden Kaffeetrinken, das von Dinah Duodu organisiert worden war, klang die Veranstaltung, für die Co-Sprecherin Sonja Kraft die Öffentlichkeitsarbeit gemacht hatte, aus. Das Aktionsbündnis hatte aber zuvor um Spenden für das Projekt „Musik statt Straße“ von Georgi Kalaidjiev gebeten. Und die Besucherinnen und Besucher zeigten sich sehr großzügig.




