Bei der Kommunalwahl 2026 in Allendorf (Lumda) stehen den Wählerinnen und Wählern sieben Listen zur Auswahl.

Am 15. März entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die künftige Ausrichtung der Stadt – eine Wahl, deren Folgen insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betreffen, etwa in den Bereichen Bildung, Mobilität, Wohnen und finanzielle Stabilität. Sieben Parteien und Wählergruppen bewerben sich um die 23 Sitze im Stadtparlament.

Die Grünen sprechen von einer Richtungsentscheidung und betonen die Bedeutung einer stärkeren Beteiligung junger Menschen.

Ein Schwerpunkt ihres Wahlkampfs ist die Energieversorgung: vorgesehen sind der Ausbau von Photovoltaik und Windkraft, die Nutzung von Biogas und Kraft-Wärme-Kopplung sowie eine kommunale Wärmeplanung. Grüner Wasserstoff soll in Kooperation mit Nachbarkommunen und den Stadtwerken Gießen ebenfalls eine Rolle spielen.

In der laufenden Wahlperiode trugen CDU, Freie Wähler, BFA/FDP, SPD und Grüne gemeinsam Verantwortung. Zugleich wurden Herausforderungen bei Finanzen, Straßen und Energieversorgung deutlich.

Die Grünen verweisen auf Initiativen in den Bereichen Energie, Klimaschutz, Mobilität, Transparenz und Bürgerbeteiligung. Mehrere ihrer Anträge – etwa zur LED-Straßenbeleuchtung oder zu Photovoltaik in Neubaugebieten – wurden später in ähnlicher Form umgesetzt.

Mit 17 Kandidatinnen und Kandidaten im Alter von 18 bis 78 Jahren treten die Grünen mit ihrer bislang größten Liste an. Ihr Programm umfasst eine sichere und bezahlbare Energieversorgung, den Ausbau von Kinderbetreuung und Jugendarbeit, nachhaltige Mobilität, bezahlbaren Wohnraum ohne zusätzliche Flächenversiegelung, solide Finanzen sowie Natur- und Landschaftsschutz. Weitere Schwerpunkte sind regionale Lebensmittel und die Stärkung lokaler Handwerksbetriebe.

Als Bilanz der vergangenen Jahre nennen die Grünen mehr Transparenz durch die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle in den „Allendorfer Mitteilungen“ Fortschritte im Bereich Wald und Feldwege sowie Maßnahmen zur Sicherheit im Rahmen des Landesprogramms KOMPASS. 

Die Grünen haben das Votum der Bürgerinnen und Bürger aufgegriffen und als einzige Fraktion für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge gestimmt. In der Nahmobilität wurden sichere Querungen, bessere Beschilderungen und Tempo-30-Prüfungen angestoßen; zudem setzen sich die Grünen für eine faire Finanzierung des Straßenausbaus ein.

Offen ist weiterhin ein sicherer Fußgängerüberweg am Ärztehaus in der Treiser Straße.

 Am 15. März entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über den zukünftigen Kurs der Stadt in Finanz-, Infrastruktur-, Energie- und Sozialpolitik.