Internationale Inklusionsarbeit: Lebenshilfe Gießen engagiert sich in Uganda und Georgien

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Ein Dorf in Uganda, in dem in den letzten Jahren diverse Hilfsgüter durch die Lebenshilfe Gießen und Eikos verteilt wurden. Zum Beispiel Rollstühle, aber auch andere Gerätschaften zur Mobilitätsermöglichung.

Pohlheim-Garbenteich – Die Lebenshilfe Gießen setzt ihre internationale Arbeit gemeinsam mit EIKOS e.V. fort und baut bestehende Projekte gezielt weiter aus. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen und ihre Familien in Ländern zu unterstützen, in denen Teilhabe, Förderung und medizinische Versorgung häufig nur sehr eingeschränkt möglich sind.

Ein aktueller Schwerpunkt liegt in Uganda. Dort konnte Anfang Oktober 2025 die Kooperation mit der Organisation Inclusion Uganda offiziell beginnen. In drei ländlichen Regionen werden über einen Zeitraum von 30 Monaten mehr als 400 Menschen mit Behinderungen und ihre Familien begleitet. Das Projekt wird zu 75 Prozent durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und verfügt über ein Gesamtbudget von rund 130 000 Euro. Ein Projektbesuch vor Ort ist für Februar 2026 geplant.

Hintergrund der Arbeit ist die schwierige Lebenssituation vieler Betroffener in ländlichen Regionen Ugandas. Menschen mit Behinderungen leben dort häufig in Armut und haben nur selten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder gezielter Förderung. Die Projektarbeit setzt daher bewusst auf gemeindenahe Unterstützung, den Aufbau lokaler Strukturen und die Stärkung von Familien, um nachhaltige Verbesserungen zu erreichen.

Szene aus einer von Partnern vor Ort initiierten Selbsthilfegruppe in Uganda: Eine Frau mit Handicap fertigt Gebrauchsgegenstände aus natürlichen Materialien an, während ihr Kind zuschaut – ein Beispiel für nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe und wirtschaftliche Eigenständigkeit.

Parallel dazu ist die Lebenshilfe Gießen weiterhin in Georgien aktiv. Dort werden aktuell vier Projekte umgesetzt, darunter inklusives Wohnen und Arbeiten für junge Erwachsene mit geistiger Behinderung, inklusive Musiktherapie sowie tiergestützte Angebote im ländlichen Raum. Ein letzter Projektbesuch fand im Oktober 2025 statt. Die derzeit angespannte soziale und politische Lage im Land erschwert die Arbeit, macht eine enge Begleitung der Partnerorganisationen jedoch umso wichtiger.

„Internationale Inklusionsarbeit braucht langen Atem, verlässliche Strukturen, finanzielle Unterstützungen und starke Partner vor Ort“, betont Lebenshilfe-Vorstand Dirk Oßwald. Harald Kolmar, bei der Lebenshilfe Gießen für die Koordination der internationalen Arbeit zuständig, ergänzt: „Unser Ansatz ist es, gemeinsam mit lokalen Organisationen nachhaltige Verbesserungen zu erreichen – nicht kurzfristig, sondern dauerhaft und gemeinsam mit den Gemeinden.“

EIKOS e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für Entwicklungszusammenarbeit mit Schwerpunkt Inklusion. Der Verein aus dem Ebsdorfergrund arbeitet seit vielen Jahren mit Partnerorganisationen in Ost- und Südafrika sowie Osteuropa zusammen und setzt Projekte in den Bereichen Teilhabe, Bildung, Gesundheit und Selbsthilfe um.

Wer die internationale Arbeit der Lebenshilfe Gießen und von EIKOS e.V. unterstützen möchte, kann dies über das Spendenkonto von EIKOS e.V. bei der GLS Bank tun (IBAN: DE41 4306 0967 4080 4273 00, Verwendungszweck: „Hilfe für Uganda“). Weitere Informationen unter www.eikos.global sowie auf www.lebenshilfe-giessen.de.

Lebenshilfe Gießen
Die Lebenshilfe Gießen e.V. ist ein gemeinnütziges Unternehmen und begleitet über 3000 Menschen mit und ohne Behinderung in ein selbstbestimmtes Leben.