43. Ostseeküstenlauf mit hessischer Beteiligung

Andreas Läufer (TSV Krofdorf-Gleiberg) am Start des Halbmarathons beim diesjährigen Ostseeküstenlauf
Das hatte Rerik noch nicht erlebt. Mit 450 Startern war die 43. Auflage des Ostseeküstenlaufes ausverkauft. Trotz der sich bereits im Vorfeld ankündigenden wettermäßigen Herausforderung war das kleine Restkontingent an Startplätzen vor Ort nach wenigen Minuten vergriffen.
Mit dem Start des Halbmarathons, des 10km Hauptlaufes sowie des 5km Volkslaufes zogen bereits erste Regenschauer herein. Der Regen und der heftige Wind verlangten von allen Teilnehmern, aber auch den Streckenposten, eine Menge ab. Spätestens 20 Minuten nach dem Start trug kaum noch ein Starter ein trockenes Kleidungsstück auf der Haut.
Der Blick über die Schulter: Von der Steilküste auf die Ostsee
Die Teilnehmenden – darunter Andreas Läufer vom TSV Krofdorf-Gleiberg – stellten sich damit einer echten Bewährungsprobe. Anfangs ging es zirka 5 Kilometer auf einer welligen Trailstrecke zum Teil über Wurzeln und durch tiefsandige Passagen, die nicht umlaufen werden konnten.
Tiefsandige Passagen bremsten das Tempo
Danach folgten als Untergrund Teer-, Beton- und Feldwege, was das Laufen grundsätzlich leichter machte, aber auf diesem „Rest“ der Strecke waren die über 200 Höhenmeter untergebracht. Wer also glaubte, dass die Ostseeküste flach sei, wurde hier eines Besseren belehrt.
Das Foto entstand ein Tag vor dem Lauf bei bestem Wetter: Blick vom Bastorfer Leuchtturm auf die Felder hinab zur Ostsee.
Rund um den Leuchtturm Buk – bei Bastorf – kam dann zusätzlich ein starker Wind hinzu, der gefühlt immer von vorne blies und einem die dicken Regentropfen mit Wucht ins Gesicht schlug.
Vorbei am Leuchtturm Buk bei Bastorf – jedoch bei wesentlich herausfordernden Wetterverhältnissen
Über die Halbmarathondistanz und beim 10 Kilometer Hauptlauf setzten sich Läuferinnen und Läufer durch, die an diesem Tag einmal mehr in der Lage waren, den Bedingungen zu trotzen. Die Halbmarathon-Wertung entschieden bei den Männern Paul Hilgenstock (Rostock) in 1:23:32 und bei den Frauen Isa Koopmann (Kalkhorst) in 1:39:38 für sich.
Andreas Läufer kam nach 2:08:43 ins Ziel, wurde Zweiter seiner Altersklasse M60 und konnte darüber hinaus noch einige jüngere Männer hinter sich lassen.
Für alle Starter gab es im Ziel reichlich Beifall und Anerkennung und als Belohnung eine schöne Finishermedaille.
Ex-Radsportprofi Andre Greipel, der mit seiner Familie in Rerik wohnt und kurz vorbei schaute, war sichtlich beeindruckt. Er machte nebenbei ein wenig Werbung für sein Gravel-Bike-Event im Juni in Rerik.