
Ehrungen und Dankesworte für wirkungsvolles Eintreten für Tier- und Naturschutz und Traditionspflege

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus der Politik, dem Jagdwesen und der Wirtschaft beging die Jägervereinigung Oberhessen ihr 20-jähriges Bestehen. Die musikalische Eröffnung der Feier in der Gallushalle in Grünberg erfolgte durch die unter der Leitung von Bundes- und Landesbläserobmann Jürgen Keller gemeinsam spielenden zehn anwesenden hessischen Bläsergruppen, die zum Ende des Festaktes noch den „Hessischen Jägermarsch“ bliesen. Nach der Gästebegrüßung durch den 1. Vorsitzenden Helmut Nickel nahm dieser zusammen mit der Bläsergruppe der Jägervereinigung die Totenehrung vor. Bei dem würdevollen Festakt ging 1. Vorsitzender Helmut Nickel in seiner Festansprach auf die Vereinsgeschichte, die teilweise mit Hindernissen und Schwierigkeiten verbunden war, ein. Er erwähnte dabei das neue Konzept zur Jungjägerausbildung, die Aufnahmen in den Landesjagdverband und in den Jagdgebrauchshundverband, sowie das erfolgreiche Wirken der Jagdhornbläser. Besonders bei der Interessenvertretung von Jägerinnen und Jägern sei die Vereinigung mit Vortragveranstaltungen und Podiumsdiskussionen nach den ersten zehn schweren Jahren mit „Aufbau und Weiterentwicklung“ auch heute ein wichtiger Vorreiter in Sachen „Schutz von Wild und Natur“. Dankbar sei er auch der hessischen CDU für deren gute Entscheidung zum Schutz von Wild und Natur Änderungen an der im Jahr 2015 verabschiedeten Jagdverordnung vorzunehmen. Zugleich hoffe er, dass sich die Politik an Fakten orientiere, die auch Rücksicht auf die Menschen nehmen. Spürbare Auswirkungen bei den Vereinsaktivitäten waren durch die Corona-Maßnahmen festzustellen. Mit Stolz kann der Verein auf den besonders auch für Kinder geeigneten „Lernort Natur-Anhänger“ blicken. Mit seiner Ausstattung mit hochwertigen Präparaten ist er ein einzigartiges Bildungsangebot. Durch die Übernahme des Schützenhauses in Stockhausen stehe nunmehr ein Vereinsheim für Schulungszwecke zur Verfügung. Seine Anerkennung und der Dank galt der Bläsergruppe, die als Bindeglied zwischen Jägerschaft und Nichtjägern eine wichtige Rolle einnehme. Abschließend appellierte Nickel für das Werben von Nachwuchs und für ein gemeinsames Eintreten beim Meistern von Schwierigkeiten. In ihren Grußworten zollten die anwesenden Ehrengäste der Vereinigung und deren Vorsitzenden Helmut Nickel für ihr Wirken hohe Anerkennung. Staatsekretär Michael Ruhl nannte dabei die Jungjäger-Ausbildung, die Traditions- und Brauchtumspflege und den Dialog mit der Politik zum Thema Jagdwesen eine vom Verein wahrgenommene wichtige Aufgabe. Er sprach sich für eine praxisgerechte Lösung und für eine Eigenverantwortung der Jägerschaft aus. Der Landrat des Vogelsbergkreises, Dr. Jens Mischak, dankte besonders Helmut Nickel für seine Vereinsarbeit. Dieser und der Verein haben sich in den letzten 20 Jahren stets für den Wald, das Wild, für die Gesellschaft und für die Traditionspflege eingesetzt. Als Fürsprecher für den gelebten Naturschutz bezeichnete 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises Gießen, Christopher Lipp das Engagement der oberhessischen Jägervereinigung. Die Jagd sei eng verbunden mit dem Umwelt- und Tierschutz. Probleme wie z. B. mit der derzeit regional aufgetretenen Afrikanischen Schweinepest können nur gemeinsam gelöst werden. Sein Dank galt auch für das Eintreten bei der Brauchtumspflege. Dass Jagen kein „bloßes Hobby“ sei stellte SPD-Landtagsabgeordneter Maximilian Ziegler in seinen Ausführungen fest. Trotzdem sollte sich jeder mit Witz, Charme, Mut und Engagement für die Erhaltung des Waldes einsetzen. Der Grünberger Bürgermeister Marcel Schlosser erwähnte die bei dem Erwerb des Vereinsheimes gewährte Unterstützung. Auch in Zukunft werde man der Vereinigung bei ihren Vorhaben zur Seite stehen. Erfreut zeigte sich Manfred Krahn von der Jägervereinigung Lahn/Ohm über die ausgezeichnete Entwicklung der Jägervereinigung Oberhessen. Besonderen Respekt verdiene dabei die sehr erfolgreiche Jungjägerausbildung. Bei den vom 1. Vorsitzenden Helmut Nickel und dessen Stellvertreter Werner Müssig durchgeführten Vereinsehrungen wurden die 13 anwesenden der insgesamt 27 zu Ehrenden für ihre 20-jährige Mitgliedschaft in der Jägervereinigung ausgezeichnet. Die Treueplakette mit Urkunde erhielten Jens Anders (Weickartshain), Andreas Basselli (Mücke), Peter Biedenkopf (Mücke), Jürgen Dörr (Londorf) , Karl Heinz, Göbel (Wettenberg), Meinhart Hennings (Groß-Eichen), Bernhard Keil (Stangenrod), Horst Metzger (Langgöns), Manfred Müller (Weitershain), Helmut Nickel (Stockhausen), Helmut Rahn (Groß-Eichen), Björn Ruppenthal (Ruppertenrod) und Alexander Tag (Mücke). Für ihre langjährige Leistungen für Wald und Wild konnten Giesela Kremer, Rainer Kissel und Thekla Kissel die Ehrennadel des Landesjagdverbandes in Empfang nehmen. Die Leistungsplakette in Bronze des Jagdgebrauchshundverbandes wurde für seine besonderen Verdienste an Bernhard Keil (Stangenrod) verliehen. Vor Beginn der offiziellen Feier nutzten zahlreiche Gäste vor der Grünberger Gallushalle die Möglichkeit zur Besichtigung der „Rollenden Waldschule“ der Jägervereinigung Oberhessen. Der mit hochwertigen naturgetreuen Wildtierpräparaten ausgestattete Anhänger kam in der Vergangenheit mehrfach bei Schulen zum Einsatz und ermöglicht somit einen vielfältigen Natur-Unterricht. Zu sehen sein dürfte er zukünftig auch auf Messen und bei Festveranstaltungen



