Odin kam über das Veterinäramt zu uns. Was er in seinen bisherigen zwei Lebensjahren erlebt hat, kann man nicht mehr so ganz nachvollziehen, viel kennengelernt hat er aber wohl nicht.
Odin ist ein absoluter Angsthund, aus dem Grund heraus, dass er bisher anscheinend vier Wände, ein Dach und sonst nichts gesehen hat.
Plötzliche Geräusche, plötzliche Bewegungen, Lichtspiegelungen, Reflexe in Glas, ungewohnte Geräusche, ungewohnte Bewegungen, eigentlich alles erzeugt bei ihm erst einmal eine Angstreaktion.
Bei uns verbringt er die meiste Zeit in seinem Zimmerauslauf. Ins Zimmer kommt er nur nachts, wenn kein Mensch da ist, der ihn einsperren könnte.
Menschen allgemein weiß er nicht einzuschätzen, und es hat vier Wochen intensives Training benötigt, damit er sich von seiner Bezugsperson überhaupt anfassen lässt.
Und obwohl er sich von dieser inzwischen streicheln lässt, liegt noch ein langer Weg vor dem Hübschen, bis er sich sicher in der Außenwelt bewegen kann.
Interessenten müssen sich bewusst sein, dass man bei Odin sehr viel Geduld, Zeit und Durchhaltevermögen braucht, um ihm in den allerkleinsten Babyschritten zu zeigen, dass die Welt da draußen gar nicht so gruselig ist.
Wir wünschen uns für ihn Menschen, die mit Angsthunden Erfahrung haben und sich der Herausforderung stellen, in Odin das Vertrauen in Menschen wieder aufzubauen, dass
er verloren hat.
Stammdaten: Hütehund-Mix, geb.: 2020, Rüde, unkastriert.
Tierschutzverein Gießen und Umgebung e.V.
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