Holzheim – „De fidele Owwerhesse“ Jochen Rudolph aus dem Vogelsberg ist über die Grenzen Hessens bekannt. Mit seinen Mundartexten „off owwerhessich“ und Gitarrenbegleitung ist er auch schon mal im Fernsehen oder in „Berliner Regierungskreisen“ präsent, um dort als „Hessischer Kulturbotschafter“ zu musizieren und „Platt zu schwätzen“. Am vergangenen Samstag erfreute der exzellente Gitarrist und Sänger die Gäste der Holzheimer „Buß-Arnold-Stiftung“ in der „Kulturellen Mitte“ im Pohlheimer Stadtteil Holzheim mit einem abwechslungsreichen Soloprogramm.
Dr. Michael Eckhard, Vorsitzender der Stiftung, begrüßte die Gäste und den populären Alleinunterhalter aus Ulrichstein zum “Frühlingsfest” der “Buß-Arnold-Stiftung” in Holzheim.

Die Programmgestaltung passte der „Entertainer“ sprachlich und inhaltlich bei seiner Premiere in Pohlheim, seinem Holzheimer Publikum an. Schließlich zeichne sich jede Ortschaft durch ein individuelles „Platt“ aus. „Hoste verstonne?“ fragte Rudolph manchmal nach und erheiterte damit die zustimmenden Zuhörer. Sein Vortrag „Die Mundartprüfung“ brachte das Publikum zum schallenden Lachen. Wobei so mancher Zuhörer, wie der beschriebene Prüfungskandidat, wahrscheinlich die „Mundartprüfung“ auch nach mehreren Versuchen nicht bestanden hätte.
Während einer Programmpause servierten die zahlreichen Helfer der „Buß-Arnold-Stiftung“ Kaffee, Kuchen und leckere Würstchen mit Brötchen und Kaltgetränken.
Nach der Pause waren sowohl der Unterhalter Jochen Rudolph als auch die Gäste in bester Laune. Seine Lieder kamen gut an, da er zu seinen Texten bekannte Melodien berühmter Schlager und Unterhaltungslieder auf seiner Gitarre spielte. Viel Platt trug er am Nachmittag in der Holzheimer „Kulti“ vor. Wie zum Beispiel “Naut em Schrank” nach der Melodie “Wonderful Tonight” von Eric Clapton. Obwohl der Schrank daheim randvoll ist, „hott die Fraa naut zum oohduu“, weil ihr „goarnaut dehvo basst“. So nimmt die Geschichte mit dem Einkauf von Kleidern, Schuhe und Frisörbesuch ihren Lauf und endet mit Krach und Herzproblemen.
Beim Lied »Zwiwwelstee« muss Hannes das Gebräu trinken, weil er Husten hat. Ist aber am nächsten Tag gesund, nachdem er ein Quantum „fier zwooh Koih gesoffe hat“. Außerdem erklang das Lied von den Vogelsberger Mädchen. Hier werden die Mädchen im Vogelsberg gelobt: „Dei huuh das Herz ohm rechte Fleck, do gieh aich net weg.“ Der Song „Retzeruure Traktor“ war das Highlight des fröhlichen Nachmittags, dessen Refrain alle Gäste begeisterte und die dabei im Chor stimmgewaltig mitsangen.
Das nächste Senioren Caffé ist am Mittwoch, 9.April im Evangelischen Gemeindesaal. Am Freitag, 12.Juni ist eine Halbtagesfahrt nach Frankfurt mit Schiffahrt auf dem Main in Planung. Anmeldungen für diese Fahrt nimmt Inge Damasky entgegen.



