Pohlheim-Watzenborn-Steinberg. Dass die „Chorifeen“ wissen, wie man feiert, bewiesen sie erneut eindrucksvoll am Donnerstag, dem 12. Februar 2026. Die Vorfreude war riesig: Dank exzellenter Vorbereitung waren die 34 begehrten Plätze für die 12. Sitzung im Restaurant „Zum Grünen Baum“ innerhalb eines einzigen Tages restlos ausverkauft. So konnte sich das Komitee in den letzten Wochen ganz entspannt dem Feinschliff des heiteren Programms widmen – und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Pünktlich um 19:11 Uhr öffneten sich die Schiebetüren, und die närrische Gesellschaft wurde stilvoll empfangen: Jedes „Frauenkostüm“ erhielt zur Einstimmung ein Glas Sekt. Sitzungspräsidentin Helga Schmidt eröffnete den Abend mit ihrer unverwechselbaren, ansteckenden Fröhlichkeit und gab den Startschuss für ein Feuerwerk der guten Laune.
Für den musikalischen Schwung sorgten – nun schon zum fünften Mal – die „Floppers“ aus Dorf-Güll. Mit flotten Hits zum Mitsingen brachten sie das Stimmungskarussell sofort auf Touren. Ein frühes Highlight setzte Heike Eremie alias „Pippa Pünktchen“: Am Dirigentenpult, das kurzerhand zur Bütt umfunktioniert worden war, versprühte sie alpenländisches Flair. Nach einer kleinen Trainingseinheit mit der Weiberschar erklang der Gassenhauer „O du lieber Augustin“ vielstimmig durch den Saal.
Auch der Nachwuchs brillierte: Die jüngste „Chorifee“, Rolf Diehl, begeisterte die Narrhalla mit einem lebhaften Rückblick auf seine ganz persönlichen Erlebnisse in der Chorgemeinschaft. Für Lacher sorgte das Ehepaar Rohn-Queckbörner: Renate hatte ihren Michael – stilecht im Frauen-Outfit – auf ein „Denkmalpodest“ gestellt, wo sich ein köstlicher Dialog entspann. Sprachliche Hürden überwand Michaela Reitschmidt mit Bravour: Ihre Anekdoten im fränkischen Dialekt brachten selbst die gestandenen Oberhessen ins Grübeln und Lachen.
Zwischendurch sorgte Sitzungspräsidentin Helga mit Witzen aus dem Lostopf für Kurzweil, die von den Gewinnerinnen direkt zum Besten gegeben wurden. Dann wurde es deftig: Germania-Vorsitzender Uli Dewald und Eintracht-Urgestein Günther Dickel gewährten als Frauenduett tiefe Einblicke in die männliche Gedankenwelt – gipfelnd in der philosophischen Frage des Refrains: „Soll ich mir den Sack rasieren, oder besser nicht?“.
In der Bütt glänzte anschließend Arlette Zillich mit Geschichten aus dem Alltag, bevor sich ein Notenständer zum Dirigentenpult gesellte: Das Zeichen für den Auftritt von „Karl und Erwin“. Jens Kühn und Thorsten Müller, natürlich im „geilen Frauenoutfit“, ließen kein Auge trocken. Mit Hits von „Fäägmeel“ und der Hymne auf die „Ruhre Roiwe Robbmaschin“ hielt es niemanden mehr auf den Sitzen.
Das große Finale läuteten die „Floppers“ (Martin Diehl, Gerhard Schneidmüller, Matthias Rüb und Michael Wagner) mit einem heiteren Medley ein, das den Sitzungssaal endgültig in einen Tanzclub verwandelte. Bevor die Lichter ausgingen, hatte Günther Dickel noch ein paar Anekdoten parat – über Erlebnisse mit erst bissigen, dann aber doch netten Frauen. Erst nach Mitternacht kehrte Stille im „Grünen Baum“ ein, als die Lichter einer alles überstrahlenden Chorifeen-Veranstaltung erloschen. Ein dreifach donnerndes Helau auf diesen gelungenen Abend!




