
POHLHEIM – Nach drei verstrichenen Jahren und zwei kostenverursachenden ablehnenden Urteilen durch das Amtsgericht in Gießen, will die Pohlheimer Verwaltungsspitze nun zum dritten Mal die Gerichte bemühen, um das politische Ziel von SPD und GRÜNEN zu erreichen: Der Pohlheimer Fußballverein Turabdin Babylon soll eine neue Heimspielstätte an der Neumühle gegeben werden. Damit könnten dem bisherigen Nutzer der Spielstätte, FC Gießen (“FC Teutonia Watzenborn-Steinberg”) die Trainingsmöglichkeiten auf diesem Sportgelände an der Neumühle in Watzenborn-Steinberg in erheblichem Umfang eingeschränkt oder sogar ganz weggenommen werden.
In der Stadtverordnetenversammlung wurde für das ursprüngliche Ansinnen der Partei FREIE WÄHLER Pohlheim keine Mehrheit gefunden: „Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung … vom 10.11.2022, „Das Sportgelände An der Neumühle soll dem FC Turabdin Babylon Pohlheim e.V. als Heimspielstätte zur Verfügung gestellt werden.“, wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der Magistrat wird aufgefordert, endlich den im „Gutachten Sportentwicklungsplanung Pohlheim“ aus dem April 2023 vorgeschlagenen Lösungsweg eines Belegungsplans für alle Fußball spielenden Vereine auszuarbeiten.”
SPD, GRÜNE und FDP haben diesen vorgeschlagenen Weg der FREIE WÄHLER abgelehnt. Stattdessen wurde nach dem Vortrag des Sportdezernenten Peter Alexander, der Magistrat beauftragt, „weiter alle noch rechtlich möglichen Schritte zu nutzen und in Berufung zu gehen.“
Der Fraktionsvorsitzende der Partei FREIE WÄHLER, Andreas Schuch und Björn Feuerbach, Mitglied im Sportausschuss, fragen sich, wie man nach einer solch verheerenden Bilanz der bisherigen Bemühungen von SPD und GRÜNEN in der Sache „Neumühle“ noch immer weiter machen will.
In der langen Amtszeit des SPD Bürgermeisters Karl-Heinz Schäfer war ein eigener Sportplatz für den FC Turabdin Babylon nicht als originäres Thema der Pohlheimer SPD wahrnehmbar. Die Heimatspielstätte des Vereins war der Sportplatz im Polheimer Stadtteil Holzheim. Dort wollte der Verein schon in der Anfangsphase auf eigene Kosten ein Funktionsgebäude errichten und hat dazu bei der Pohlheimer Stadtverwaltung Planunterlagen eingereicht, die im Ortsbeirat Holzheim behandelt wurden. Bis auf einen Kiosk mit kleinem Lagerraum wurde seither nichts gebaut. Als die Zustimmung der Stadt und des Ortsbeirats Holzheim zu den Gebäudeplänen des Fußballvereins vorlagen, hörte man aus nicht bekannten Gründen nichts mehr von der Realisierung eines Vereinsgebäudes in Eigenleistung durch den Verein. Diese Fakten aus der Vergangenheit sind der SPD sowie allen anderen Parteien und der Öffentlichkeit bekannt.
Als die größte Schwachstelle in der verfahrenen Situation sehen die Mitglieder der Partei FREIE WÄHLER, Bürgermeister Ruck. Die Aufgabe des von den Pohlheimer Bürgern direkt gewählten Verwaltungschef, wäre es für Ausgleich zu sorgen und als „ehrlicher Vermittler“ aufzutreten. Scheinbar kann oder will er diese Funktion aber nicht ausüben. Stattdessen wird sein Handeln als einseitig bevorzugend wahrgenommen und verschärft in unterschiedlichen öffentlichen Bereichen die Spannungen in der Pohlheimer Bevölkerung.



