Sommer-Sprachcamp in Gießen

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Foto: Frank Unger

In der ersten Woche der Sommerferien, vom 19. – 23.07.2021, fand das Sommer-Sprachcamp für Schüler*innen aus 5. und 6. Klassen der Gießener Gesamt- und Mittelstufenschulen statt. Unter der Leitung von Jannis Rieb, Schulsozialarbeiter an der Gesamtschule Gießen Ost, boten zwei Deutschlehrkräfte (Nicole Thiel und Niklas Schäfer) und zwei Schulsozialarbeiter*innen (Hannah Dübbelde und Anne Fritscher) den Schüler*innen ein abwechslungsreiches Programm aus Deutsch-Workshops am Vormittag und Freizeitbeschäftigungen am Nachmittag. Während die Vormittage unter den Vorzeichen des Sprachzuwachses und der Verbesserung der grammatischen Kenntnisse standen, sollten die Teilnehmer*innen am Nachmittag miteinander in Interaktion treten, um neben dem Spracherwerb auch die Persönlichkeitsbildung zu fördern und soziale Kompetenzen zu stärken. Träger des Sommersprachcamps war die Gießen@Schule gGmbH. Das Sprachcamp wurde durch das Hessische Kultusministerium im Programm „DaS! Fit für die Zukunft – Deutsch als Bildungssprache“ gefördert und in Kooperation mit der Stadt Gießen und der Ricarda-Huch-Schule umgesetzt.

18 Schüler*innen aus der Ricarda-Huch-Schule, der Alexander von Humboldt-Schule, der Brüder-Grimm-Schule, dem Landgraf-Ludwig-Gymnasium und der Gesamtschule Gießen Ost nahmen an der Projektwoche teil. Es war eine vielfältige Gruppe mit Schüler*innen aus Regelklassen, aus Intensivklassen und Teilnehmenden, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Dementsprechend bestanden bei den Schüler*innen unterschiedliche Sprachkenntnisse und Lerngrundlagen. Jeden Morgen startete die Gruppe mit einem gemeinsamen Frühstück und einem kurzen Morgenritual in den Tag. Danach wurden die Teilnehmenden in zwei Lerngruppen aufgeteilt, um die Deutsch-Workshops durchzuführen. Die Deutschlehrkräfte haben hierfür ein Deutschkonzept für die Jahrgangsstufen 5 und 6 erstellt, mit dem sie flexibel auf die Bedürfnisse und Voraussetzungen der Schüler*innen eingehen konnten. Zudem waren die Einheiten am Vormittag mit spielerischen und gestalterischen Einheiten verknüpft, um die Motivation der Lernenden aufrecht zu erhalten

Nach den Sprachworkshops am Vormittag aßen alle gemeinsam zu Mittag und starteten in einen spannenden Nachmittag mit einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm. Die Teilnehmenden konnten am ersten Tag Turnbeutel mit Textilfarbe künstlerisch und kreativ gestalten und darüber hinaus eigene Buttons herstellen. In den folgenden Tagen standen noch eine Schnitzeljagd durch die Innenstadt, ein Ausflug ins Schwimmbad Ringallee und ein Besuch der Jump’n’Fly – Trampolinhalle in Großen Linden auf dem Programm. Die Teilnehmenden sollten dadurch Orte in Gießen kennenlernen, die sie auch selbst in ihrer Freizeit besuchen können.

Abgerundet wurde die Projektwoche durch ein Abschlussfest auf dem Schulhof der Ricarda-Huch-Schule, an dem auch Eltern der Teilnehmenden und die Stadträtin Astrid Eibelshäuser teilgenommen haben. Eine Ausstellung informierte die Eltern über alles, was die Schüler*innen während der Projektwoche erlebt und erarbeitet haben. Zudem konnten sich die Eltern mit den Deutschlehrkräften und Schulsozialarbeiter*innen über den Verlauf der Projektwoche austauschen und Informationen zu weiteren Ferienangeboten bekommen. Neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse nahmen die Schüler*innen viele wertvolle Erfahrungen mit nach Hause. Neue Freundschaften wurden geknüpft und soziale Kompetenzen gestärkt. Die Rückmeldungen der Schüler*innen und ihrer Eltern waren sehr positiv und es gab bereits Nachfragen ob das Camp im nächsten Jahr wieder stattfindet.